Di, 21. November 2017

Bei „Mini-Salzburg“

28.06.2017 11:06

Wenn Kinder plötzlich ihre eigene Stadt regieren

Heiraten, Möbel bauen, im Zukunftslabor über die Zukunft nachdenken, eine Tageszeitung leiten und den Gang zu den Ämtern verantwortungsbewusst machen. Das und noch viel mehr können Kids von sieben bis 14 Jahren ab heute, Mittwoch, beim größten Ferienprogramm der Stadt in der Eisarena/Volksgarten erleben.

Zwei Wochen lang, bis zum 15. Juli, tauchen täglich durchschnittlich 1100 Kinder und Jugendliche aus Salzburg spielerisch in den Alltag eines Erwachsenen ein. "Mini-Salzburg" nennt sich das lehrreiche Ferienprogramm des Vereins "Spektrum", das zum achten Mal in der Eisarena stattfindet. "Die Mini-Stadt wird jedes Jahr besser. Es gibt so viele Möglichkeiten, was man machen kann, wie im echten Leben auch. Nur dass die Kinder entscheiden, was ab geht und kaum Erwachsene drein reden können, solange man sich an die Grundregeln hält", so der 14-jährige Ulrich, der schon jetzt traurig ist, wenn er nächstes Jahr altersbedingt nicht mehr mitmachen darf.

600 Arbeits- und Studienplätze auf mehr als 50 Stationen gibt es, schließlich müssen auch die Kids ihr eigenes Geld - ihre "Saletti" - hart verdienen. "Die Arbeit müssen wir mindestens eine halbe Stunde lang machen. Das Studium wird wie der Job bezahlt. Jede Woche wird eine neue Stadtregierung gewählt, die sich um die Wünsche und Beschwerden der Mini-Bürger kümmert", erklärt Andjelina (10) die Spielregeln.

"Was ihr einbringt, macht die Stadt aus"
Um pünktlich in die Arbeit zu kommen, kann ein Führerschein gemacht werden. Die Go Karts stehen bereit. "Das, was ihr einbringt, macht die Stadt aus", richtete Landesrätin Martina Berthold ihre Worte an die Kinder. Und auch Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer betonte, dass alle Fraktionen das Projekt mitfinanzieren. Geöffnet Di. bis Sa., 11-18 Uhr.

Sandra Aigner, Kronen Zeitung

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