So, 17. Dezember 2017

Es floss sogar Blut

28.06.2017 10:25

Kanada: Briefträger kapitulieren vor "Canuck"

Normalerweise fürchten sich ja Briefträger eher vor großen bissigen Hunden - doch in Kanada sorgt ausgerechnet eine aggressive Krähe für Angst und Schrecken. Mehrere Häuser im Osten von Vancouver konnten mehrere Wochen lang nicht beliefert werden. Die dort schon berühmt-berüchtigte Krähe "Canuck" attackierte einige Zusteller. Dabei soll sogar Blut geflossen sein. Mittlerweile hat sich die Lage allerdings wieder entspannt.

Waren es kürzlich in Wien mehrere Krähen, die Besucher eines Parks in Angst und Schrecken versetzten, schafft es "Canuck" ganz alleine, für viel Aufregung und internationales Medienecho zu sorgen. In Vancouver ist "Canuck" schon längst kein unbeschriebenes Blatt mehr und wird wie ein lokaler Promi behandelt. Er hat ein eigenes Twitter-Profil, und auf Facebook betreut ein Ansässiger die Facebookseite "Canuck and I" auf der von Sichtungen und den Abenteuern der Krähe berichtet wird.

Doch nun hatte sich der Vogel mit der örtlichen Post angelegt: Die Briefträger weigerten sich, Post im Revier der Krähe zuzustellen. Zwölf Personen sollen vom Zustellungsstopp betroffen gewesen sein, berichtet ein Anwohner, der der Krähe eigenen Angaben zufolge sehr nahe steht, in einem Facebook-Posting. Die Betroffenen mussten sich wochenlang ihre Post selbst im Postamt abholen. Mittlerweile sollen sie aber wieder mit Post versorgt werden.

"Nistzeit ist eine harte Zeit"
Shawn Bergman, der auch "Canucks" Facebookseite betreut, appelierte in sozialen Medien an die Post, Verständnis zu haben. "Die Nistzeit kann eine harte Zeit sein." Einige würden die Zwischenfälle mit den Briefträgern als Attacken ansehen, "wogegen der Rest von uns weiß, dass gute Eltern eben ihre Kinder verteidigen", so Bergman. Er bemühte sich um eine Lösung in dem tierischen Streit.

Gefiedeter Öffi-Fahrer und Seriendieb
Krähen sind bekanntlich die intelligentesten aller Vogelarten - dieses gefürchtete Exemplar in Kanada ist nicht nur schlau, sondern auch sehr frech. Schon in der Vergangenheit sorgte "Canuck" für Schlagzeilen, weil er gern öffentliche Verkehrsmittel benützt.

Auch vor Diebstahl schreckt er nicht zurück: Der Vogel stiehlt bevorzugt glitzernde Gegenstände. Sogar ein Messer war letztes Jahr unter dem Diebesgut, das der Vogel skurrilerweise von einem Tatort entwendete.

Aber auch andere Gegenstände sind vor "Canuck" nicht sicher. So mopste er einer Reporterin einen Kugelschreiber, die seinen Freund Bergmann interviewte. Bei einem Automechaniker flog er vorbei, um anschließend mit einer Radmutter zu türmen.

Eine gewisse Affinität zu Transportmitteln ist dem Vogel nicht abzusprechen. Er setzt sich auch gerne selbst ans Steuer - wenn man ihn lässt.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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