Sa, 16. Dezember 2017

Festspieleröffnung

27.06.2017 18:30

Vom Balkan-Beat bis zum Buhlschafts-Date

Großes Fest zur Festspieleröffnung am 22. Juli ganz nach Jedermanns Geschmack

"Ich versuche jedes Jahr neue Rekorde zu brechen und so vielen Salzburgern wie möglich die Festspiele näher zu bringen!" Das dürfte Renate Bienert, die bereits seit 12 Jahren den Taktstock über dem Fest zur Festspieleröffnung schwingt, bestimmt auch diesmal gelingen. Heuer findet es mit dem 22. Juli zwar nur an einem Tag statt, an Programmpunkten wird deshalb aber keineswegs gespart. "Ganz im Gegenteil, wir haben mit fast 14.000 Zählkarten so viele wie noch nie aufgelegt", betont Bienert.

Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass der Domplatz, eine von insgesamt 32 Locations, gleich zweimal bespielt wird. Während dort von 11 bis 12 Uhr die Militärmusik den Besuchern den Marsch bläst, wird ab 19.30 die rumänische Banda Fanfare Ciocârlia mit Balkan-Beats die neue Jedermann-Bühne zum Beben bringen. Klar, so gibt das 12-köpfige Orchester doch extra auf Wunsch des neuen Intendanten Markus Hinterhäuser mit ihren Blasinstrumenten Gas.

Apropos Jedermann: Das Hofmannsthalsche Spiel rund ums Leben und Sterben des reichen Mannes wird heuer in der Neuinszenierung von Michael Sturminger mit Sicherheit begeistern. Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler konnte sich gestern von der Probe im Schüttkasten nämlich gar nicht losreißen. Jedermann Tobias Moretti und Buhle Stefanie Reinsperger werden aber nicht nur Kartenbesitzer beglücken, vielmehr sind sie am 22.7. von 15 bis 16 Uhr bei einer Autogrammstunde im Foyer des Großen Festspielhauses für Jedermann "greifbar". "Dass unsere Künstler mit so vielen Salzburgern wie möglich in Kontakt treten, liegt mir ganz besonders am Herzen", betonte die Präsidentin.

Dazu gibt es beim Fest wahrlich ausreichend Möglichkeiten. Tod Peter Lohmeyer erarbeitet z.B. mit dem Salzburger Classical Quintet extra ein Programm und wird um 14.30 aus Gogols Komödie "Der Revisor" im Republic lesen. Dort wird Max Simonischek, der heuer in Pinters "Geburtstagsfeier" den Stanley mimt, mit seiner Soloperformance rund um Kafkas "Der Bau" das Publikum durchaus zum Nachdenken anregen. Und auch das Konzert des vielfach preisgekrönten Pianisten Igor Levit um 18 Uhr in der Uni-Aula bringt, zudem es sich mit Frederic Rzewskis "The People United Will Never Be Defeated" um ein politisches Stück handelt, eine besondere Herausforderung mit.

Entertainment, insbesondere wenn es heißt "Schleck für den guten Zweck", wird neben Anspruchsvollem und Brauchtum (Fackeltanz & Co.) aber natürlich auch geboten. Welche Schauspieler und Opernstars zu Gunsten des Vereins "Vinzibus" in die Rolle des Eisverkäufers schlüpfen, wird aber noch nicht verraten. Klar, so bringt doch auch jede Eissorte so ihre Überraschung mit sich. Die Zählkarten, die Dank Unterstützung der Festspiel-Freunde auch als Busticket gelten, sind ab 8. Juli um 9.30 im Festspiel-Kartenshop in der Hofstallgasse erhältlich.

Tina Laske, Krone Salzburg

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