So, 17. Dezember 2017

Hightech-Waffe

28.06.2017 05:59

US-Armee testet Kampfhubschrauber mit Laserkanone

Der Rüstungskonzern Raytheon und die US-Armee haben den ersten Kampfhubschrauber mit Laserbewaffnung getestet. Der umgerüstete AH-64 Apache wurde auf einem Testgelände im Bundesstaat New Mexico erprobt und meisterte alle Tests ohne Schwierigkeiten. Für die US-Streitkräfte gilt dies als Beleg, dass Laserkanonen nicht nur bei großem und schwerem Kriegsgerät, sondern auch bei rotorbetriebenen Luftfahrzeugen funktionieren.

"Unser Ziel ist es, die Zukunft ins Jetzt zu holen", sagt Art Morrish, Manager beim Rüstungsgiganten Raytheon mit einem Jahresumsatz von 24 Milliarden US-Dollar (rund 21 Milliarden Euro) und 63.000 Mitarbeitern. Mit dem Test der Laserwaffe, die auf einen Apache-Kampfhubschrauber montiert wurde, hat Raytheon dies laut einer Presseaussendung auch geschafft.

In New Mexico wurde einerseits getestet, wie zuverlässig die Zielerfassung der Laserwaffe mithilfe eines multispektralen Zielsystems am Kampfhubschrauber funktioniert. Andererseits wurden Testschüsse mit der Laserkanone abgegeben, um das Schadenspotenzial der neuen Bewaffnung zu ermitteln.

Laser-Apache hat alle Tests gemeistert
Laut Raytheon habe der Laser-Apache bei den Tests alle Einsatzziele erreicht, erfolgreich mehrere Ziele erfasst und mit der Strahlenkanone beschossen. Nun ist man zuversichtlich, das Laser-Experiment fit für den Kampfeinsatz machen zu können. "Wir können diese Fähigkeiten eher früher als später auf das Schlachtfeld bringen", sagt Morrish.

Daran hat auch die US-Armee größtes Interesse. In einem Blogeintrag lobt man die Technologie etwa als Anti-Drohnen-System, das Flugkörper zuverlässig vom Himmel holt.

Tests von Laserwaffen gab es bei der US-Armee schon in den vergangenen Jahren, die großen und schweren Laserkanonen wurden bisher aber auf größerem Kriegsgerät wie Schiffen oder Panzern montiert. Auch in Deutschland experimentiert etwa Rheinmetall Defence mit Laserkanonen.

 krone.at
Redaktion
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