Mi, 17. Jänner 2018

Inkontinenz-Therapie

18.07.2017 06:00

Starkes Geschlecht, schwache Blase

In nur 15 Minuten ist die Welt wieder in Ordnung. So kurz dauert der chirurgische Eingriff. Sport, Unternehmungen, Freunde treffen, Reisen - alles, was bei männlicher Inkontinenz mit Schwierigkeiten behaftet ist, wird plötzlich wieder unkompliziert. Dafür sorgt eine bahnbrechende Erfindung aus Österreich.

Verantwortlich dafür zeichnet ein individuell einstellbares Silikonkissen, das mit Kochsalzlösung gefüllt ist und einseitig die Harnröhre unterstützt. In nur einer Viertelstunde mit einem kleinen Schnitt wird es im Unterleib eingesetzt. Eine Justierung ist durch ein Kathetersystem im Hodensack möglich. Es passt sich zudem an veränderte Aktivitäten und persönliche Bedürfnisse des Trägers an.

Der Operateur befestigt das Implantat zwei "Armen" wie eine Art Rucksack am Beckenknochen (Fotos oben). Durch den gleichmäßig verteilten sanften Druck des Kissens werden das physiologische Urinieren ermöglicht und Druckschäden an der Harnröhre vermieden.

Jeder dritte Mann ist betroffen
Entwickelt und jetzt weiter modernisiert hat das sogenannte ATOMS Implantat ein Österreicher. "Ich war mit den verfügbaren Implantaten nicht zufrieden", erklärt Dr. Wilhelm Bauer, Oberarzt an der Urologischen Abteilung am Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien. Und so begann er bereits 2004 zu tüfteln. Jetzt finden sich Urologen aus der ganzen Welt in Wien ein, um eine Schulung bei ihm zu absolvieren.

Fast jeder dritte Mann ab 50 Jahren verliert ungewollt Harn - und verschweigt diesen Umstand meist verschämt. Besonders schwierig ist die Situation für Patienten nach Prostataentfernung. Doch damit muss man sich jetzt nicht mehr abfinden!

Karin Podolak, Kronen Zeitung

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