Sa, 16. Dezember 2017

30 Gäste umgebucht

26.06.2017 12:59

Nach Rauswurf: Flugzeug startet mit leeren Sitzen

Die britische Fluglinie EasyJet hat 30 Passagiere aus einem Flugzeug geworfen - um dann mit leeren Sitzen abzuheben. Wie die britische Internet-Zeitung "The Independent" berichtet, musste die ursprünglich für einen Flug von Glasgow nach Luton eingeplante Maschine wegen eines technischen Defekts gegen eine kleinere mit weniger Sitzen getauscht worden. 30 Fluggäste mussten am Boden bleiben. Skurrilerweise startete das Flugzeug dann mit leeren Sitzen, was für Empörung sorgte.

Die Fluglinie behauptet, sie habe die Passagiere gefragt, ob sie freiwillig einen späteren Flug nehmen wollen - so wie es das Standardprotokoll vorsehe. Betroffene berichten jedoch, dass sie von EasyJet bereits vor ihrer Ankunft am Flughafen von der Passagierliste gestrichen wurden.

Art des Check-ins als Entscheidungsfaktor
Laut der Europäischen Fluggastrechte muss die Airline in so einem Fall Freiwillige finden, die sie mit beispielsweise finanziellen Anreizen dazu überredet, einen späteren Flug zu nehmen. Ein Betroffener sagte dem "Independent", dass er erst kurz vor dem Boarding erfuhr, dass er gar nicht mitfliegen dürfe. Joe Bond reiste in einer Gruppe von zwölf Familienmitgliedern. "Sie teilten uns mit, dass sie uns nicht früher informieren konnten, weil wir auf eine bestimmte Weise eingecheckt haben - die Art des Check-ins war auch der Grund, warum wir für den späteren Flug ausgewählt wurden. Wir oder die anderen wurden zu keiner Zeit gefragt, ob wir freiwillig einen späteren Flug nehmen wollen."

Als klar wurde, dass zwei Sitze frei blieben, bat die Familie Bond, ob die Fluglinie nicht doch noch zwei Mitglieder mitfliegen lassen könnte - jedoch vergeblich. Der Teil der Familie, der umbuchen musste, wurde schließlich in einen Flieger nach Gatwick verfrachtet, von wo er anschließend nach Luton transportiert wurde. Um eine bequemere Alternative bemühte man sich laut Angaben der Betroffenen nicht.

Betroffene erhalten 250 Pfund Entschädigung
Die Airline dagegen meint, die Familie muss ich irren: "Wir haben nach Freiwilligen gefragt und auch eine Entschädigung angeboten." Alle Betroffenen würden 250 Pfund für die Umbuchung auf den späteren Flug bekommen. Nach ähnlichen Vorfällen in der Vergangenheit hatte EasyJet eigentlich angekündigt, im Fall einer Überbuchung diejenigen nicht mitfliegen zu lassen, die als letztes eingecheckt haben.

In der Zwischenzeit hat sich EasyJet für die entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigt und Untersuchungen versprochen, warum der Flugzeug mit zwei leeren Sitzen startete.

 krone.at
Redaktion
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