Mi, 22. November 2017

Thema Erziehung

26.06.2017 10:06

Ein Platz für jedes Kind

Auch Kinder brauchen Zeit für sich und ein Plätzchen zum Zurückziehen. Und sie haben ein Recht auf Privatsphäre.

Während Kinder früher recht geschickt Baumhäuser und Staudämme gebaut haben, sind die Sprösslinge heutzutage vor allem mit zwei anderen Werkzeugen erstaunlich flink - der Fernbedienung und dem Handy. Letztlich liegt es an uns, den Kleinen zu zeigen und vorzuleben, dass die Natur spannend und die Stille erlebnisreich ist.

"Stille braucht Gewohnheit", meint Dr. Michael Kalff, Autor des Buches "Kinder erfahren die Stille" mit Meditationen für Kinder, Eltern und Pädagogen. "Kinder müssen mit Stille Erfahrungen machen können, um sie zu akzeptieren." Mit Zeiten der Stille sind ruhigere Aktivitäten gemeint. Vielleicht mal Schmetterlinge beobachten, auf das Plätschern des Baches achten oder Geschichten hören und selbst erzählen.

Rituale der Ruhe
Ein geliebter Rückzugsort fördert den Entspannungseffekt. Denn während früher so etwas wie Stress durchaus auch vorkam, aber zeitlich begrenzt war, weil er aufgabenbezogen auftrat, ist er heute fast zum Dauerzustand geworden - mit Auswirkungen auf die Gesundheit von Geist und Körper. Das Recht auf Privatsphäre bedeutet auch, dass es für den Nachwuchs einen Ort geben sollte, wo er sich alleine zurückziehen und einfach einmal ganz für sich sein kann.

Kommentar von Eltern-Kids-Coach Nina Petz
Wir ziehen im Juli um. Meine Töchter (8 und 12 Jahre) wechseln im September die Schule. Wie kann ich sie gut im Sommer auf den Schulwechsel vorbereiten?

Sprechen Sie mit den Lehrkräften, ob ein Abschiedsfest in den "alten" Schulen stattfinden kann. Wenn nicht, organisieren Sie selbst eine Verabschiedung mit einem kleinen Abschiedsritual zu Hause. Ideen dafür gibt es viele, z. B.: Jedes Kind schreibt einen guten Wunsch für die Zukunft oder eine besondere Eigenschaft, die an ihren Kindern sehr geschätzt wird, auf ein Papier-Blumenblatt, bis ein großes Blumenplakat entsteht. Eine Verabschiedung ist wichtig, damit Ihre Töchter diesen Lebensabschnitt gut abschließen und gestärkt in den neuen starten können. Keine Angst vor Tränen - traurig zu sein ist ganz natürlich. Und mit Ihrer einfühlsamen Begleitung schafft Ihr Nachwuchs auch diesen so wichtigen Entwicklungsschritt, der oft damit einhergeht, bestimmt! Nutzen Sie den Sommer, um Schulweg und Umgebung zu erkunden. Vielleicht ist auch ein Vorabbesuch der neuen Schule möglich? Vernetzen Sie sich mit den Eltern der neuen Klassenkollegen. Ein Kennenlernen im Sommer nimmt Ängste.

Susanne Zita, Kronen Zeitung

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