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26.06.2017 07:08

Donauinselfest: Fendrich war krönender Abschluss

Rainhard Fendrich und das Donauinselfest - diese Kombination darf legendär genannt werden. Am Sonntag präsentierte sich der Altmeister in Bestform, und zwar nachdem er wieder einmal in den "ältesten Schubladen" gekramt hat, wie er verriet. Die riesige Fanschar vor der Festbühne war begeistert. Apropos Publikum: Insgesamt sind am Fest 2,8 Millionen Besuche registriert worden.

"Es ist mir wirklich eine riesige Freude", versicherte Fendrich. Sein heuriges Gastspiel war ein Solokonzert ganz ohne Firlefanz. Sogar seine Band war nicht immer mit dabei. Fendrich nur mit Gitarre, das ist noch immer ein Erlebnis - und zwar nicht nur ein sentimentales. Auch wenn die Hits, die aus der Schatzkiste gekramt wurden, allesamt wohlbekannt waren: "Es lebe der Sport", "Weus'd a Herz hast wie a Bergwerk", "Blond" oder "Strada del Sole" - um nur einige zu nennen.

Die älteste Nummer - "Zweierbeziehung" - erblickte 1980 das Licht der Welt. Doch bei aller Rückschau: Rainhard Fendrich ist eher alterswild als altersmild. Kleine versteckte Spitzen gegen die FPÖ und offene Kritik an Fremdenfeindlichkeit ("Rassismus ist ein Verbrechen") waren da etwa zu vernehmen.

Neuestes Fendrich-Lied kritisiert Internet und Handy
Mit "Wenn du was wüst" war auch ein Lied aus dem aktuellen Album "Schwarzoderweiß" zu hören, das davon erzählt, wie nervig Internet und Handy sein können. Dass unmittelbar danach "I Am from Austria" im flackernden Schein vieler tausender Mobiltelefone dargeboten wurde, war die schöne Gegenthese dazu. "Auf der Bühne zu stehen, ist für mich, auch nach all den Jahren, das Höchste der Gefühle", versicherte Fendrich. Man glaubt ihm das absolut.

Tribute-Konzert würdigte Falco
Tags davor lockte bereits ein anderer Austropop-Star die Massen auf die Donauinsel: Falco. Mit einem großen Tribute-Konzert ist ihm am Samstag gedacht worden. Die Show, bei der heimische und internationale Künstler gemeinsam mit der Originalband das legendäre Konzert des Sängers auf der Donauinsel 1993 wieder aufleben ließen, füllte den Platz vor der großen Festbühne bis zum Rand.

Bundeskanzler lobte Arbeit der Polizei
Das bunte Treiben lockte am Samstag auch Bundeskanzler Christian Kern auf die Donauinsel. Leger gekleidet - in Jeans, T-Shirt und Turnschuhen - unternahm der Kanzler gemeinsam mit Gewerkschafter Christian Meidlinger und Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler einen Rundgang über die Insel - und lobte unter anderem die Polizei, die heuer mit einem Großaufgebot für die Sicherheit der Gäste sorgte.

Rund eine Million Besucher am Sonntag
Nicht ganz eine Million Besuche sind am Sonntag auf der Insel registriert worden. Dass am Nachmittag der Himmel vorübergehend seine Schleusen öffnete, wird wohl einen noch höheren Andrang wie am Samstag - da waren es 1,1 Millionen - verhindert haben.

Gröbere Zwischenfälle wurden nicht gemeldet. Laut Arbeiter Samariterbund ist das Fest insgesamt sehr ruhig verlaufen. Die Meldung, dass zwei Personen ertrunken sein könnten, entpuppte sich am Sonntagnachmittag schließlich als Fehlalarm.

 krone.at
Redaktion
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