Do, 14. Dezember 2017

Schreckliche Bilanz

25.06.2017 18:56

China: Gerölllawine forderte 100 Todesopfer

Nach dem verheerenden Erdrutsch in der chinesischen Provinz Sichuan haben sich die Behörden und Hinterbliebenen auf etwa 100 Todesopfer eingestellt. Die Aussicht, die Vermissten noch lebend zu finden, sei "sehr gering", zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntagabend Rettungskräfte vor Ort. Bisher wurden zehn Leichen geborgen, 3000 Helfer suchen mithilfe von Spürhunden weiter nach Verschütteten.

Nach heftigen Regenfällen war Samstagfrüh ein Teil eines Berghangs abgebrochen. Eine tonnenschwere Lawine aus Schlamm, Geröll und riesigen Steinbrocken begrub das Bergdorf Xinmo unter sich.

Junges Paar mit Kleinkind überlebte
Lediglich ein junges Paar mit seinem einmonatigen Sohn entkam wie durch ein Wunder der Katastrophe. Qiao Dashi wurde nachts durch das Schreien des Babys geweckt und wechselte ihm die Windel, als er ein donnerndes Geräusch wahrnahm. "Das Haus wackelte, im Wohnzimmer waren Felsbrocken", sagte er vom Krankenbett aus dem staatlichen Sender CCTV. "Meine Frau und ich haben das Baby geschnappt und sind raus."

Bergungskräfte und Spürhunde suchen weiter nach Verschütteten. Sie versuchten mit Bulldozern, Seilen, aber auch mit bloßen Händen die riesigen Felsbrocken wegzuhieven.

Die Bewohner des nahe gelegenen Dorfs Diexi konnten die Katastrophe auch einen Tag später kaum fassen. "Die Vorstellung, dass so etwas passiert, während du ruhig und friedlich in deinem Bett schläfst, ist furchtbar", sagte eine Frau. "Alle hier weinen, wir sind todtraurig." Die meisten Einwohner des Nachbardorfs seien Bauern gewesen, einige hätten kleine Gästehäuser für Touristen betrieben.

Immer wieder Erdrutsche mit Todesopfern
In den ländlichen und bergigen Gebieten Chinas kommt es immer wieder zu Erdrutschen, vor allem nach heftigem Regen. Im Dezember 2015 etwa hatte sich eine Schlammlawine von einer Bauschutthalde über ein Industriegebiet im südlichen Shenzhen ergossen. Sie begrub mehr als 30 Gebäude unter sich, mehr als 70 Menschen starben.

 krone.at
Redaktion
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