Mo, 11. Dezember 2017

30 Alarmierungen

25.06.2017 18:08

Heftige Unwetter in Tirol: Muren-Flut und Brände

Sintflutartige Regenfälle und Blitzeinschläge hielten am Wochenende zahlreiche Tiroler Feuerwehren auf Trab. In Neustift verlegten binnen weniger Stunden sechs Muren eine Gemeindestraße. Wald- und Wiesenbrände gab es etwa in Volders, Pfunds und Osttirol. Und am Pillberg stand ein Wochenendhaus in Flammen.

Bedrohlich türmten sich Samstag Abend tiefschwarze Gewitterwolken über das Stubaital. Faustdick hat es folglich vor allem Neustift erwischt. Gegen 19.30 Uhr wurde etwa die Gemeindestraße ins Oberbergtal ab dem Ortsteil Seduck aufgrund der starken Regenfälle von vier Muren verlegt. Personen wurden glücklicherweise keine verletzt. An die 20 Florianijünger rückten mit schwerem Gerät aus und schufen das Geröll beiseite. Quasi kurz nachdem die Aufräumarbeiten beendet waren, donnerten um 23.30 Uhr zwei weitere Muren auf die Straße. Dieses Mal im vorderen Bereich des Tales. Aus Sicherheitsgründen musste die Fahrbahn ab Milders für den gesamten Verkehr gesperrt werden.

Rund 30 Alarmierungen in ganz Tirol

Alles in allem wurden die Feuerwehren in der Nacht auf Sonntag rund 30 Mal alarmiert. Eine Auswahl:

  • In Volders kam es Samstag Abend gegen 19 Uhr aufgrund eines Blitzeinschlages zu einem Waldbrand. Dieser konnte folglich binnen zwei Stunden gelöscht werden.
  • Am Pillberg geriet kurz vor 19.30 Uhr bei einem Wochenendhaus der Dachstuhl in Brand. Die Ursache ist noch nicht restlos geklärt. Vermutet wird jedoch auch hier ein Blitzeinschlag.
  • Zu einem Wald- und Wiesenbrand kam es um 21.20 Uhr in Oberlienz. Außerdem wurden die Florianijünger in Osttirol zu Einsätzen in Virgen, Prägraten, Thurn sowie auf die Pustertaler Höhenstraße bei Assling und in den Lienzer Dolomiten bei Lavant gerufen.
  • Durch einen Blitzeinschlag wurde Sonntag Früh um 6.40 Uhr auch in Pfunds im Bereich des "Kälbermaiß" auf 1500 Meter Seehöhe ein Glimmbrand am Waldboden ausgelöst. Die Einsatzkräfte rückten mit Feuerlöscher und Rucksackspritzen an und konnten gegen 9.30 Uhr "Brand aus" geben. "Entspannt wurde die Situation glücklicherweise auch durch den nächtlichen Regen", heißt es.

Aufgrund der Bergfeuer kam es Samstag Abend auch zu Fehlalarmen.

Hubert Rauth, Kronen Zeitung

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