Fr, 15. Dezember 2017

Clash mit Hamilton

25.06.2017 17:16

Lauda: "Das war ein Riesenfoul von Vettel!"

Niki Lauda nahm sich kein Blatt vor den Mund. Dass Sebastian Vettel, gleichsam als "Racheakt" nach einem abrupten Bremsmanöver beim GP von Aserbaidschan Lewis Hamilton von der Seite in den Wagen krachte, wertete Lauda im "Sky"-Interview als "Riesenfoul". Alle Highlights vom Rennen sehen Sie im Video oben.

Zur Vorgeschichte: Der führende Brite hatte während einer von insgesamt drei Safety-Car-Phasen hinter dem Safety Car abrupt abgebremst, Vettel fuhr auf ihn auf. Der Deutsche reagierte erbost, brachte sich auf gleiche Höhe mit Hamilton und lenkte seinen Boliden mit den Rädern absichtlich gegen jene des Briten.

Hill forderte Schwarze Flagge
Vettel kassierte für sein Revanchefoul eine Zehn-Sekunden-Strafe für gefährliches Fahren. "Wann bin ich gefährlich gefahren?", gab der vierfache Weltmeister am Funk das Unschuldslamm. Hamilton forderte dagegen ebendort eine höhere Strafe. Ebenso wie etwa Ex-Weltmeister Damon Hill. Er hatte gegenüber "Sky" gar gefordert, Vettel gleich die Schwarze Flagge zu zeigen.

"Wie im Straßenverkehr"
Und Mercedes-Aufsichtsrat Niki Lauda? Meinte zum Ausmaß der Strafe: "Darüber kann man diskutieren. Ich verstehe natürlich, dass Lewis gerne eine höhere Strafe gesehen hätte." Dass Vettel der Schuldige ist, steht für Lauda jedenfalls außer Frage. "Das ist wie im normalen Straßenverkehr: Derjenige, der vorne fährt, gibt das Tempo vor. Vettel hätte darauf reagieren und früher abbremsen müssen", so Lauda bei "Sky". Und weiter: "Was ich aber nicht verstehe, ist, dass Vettel danach auf gleiche Höhe auffährt, herumgestikuliert und Lewis absichtlich reinfährt. Das ist ein Riesenfoul."

krone Sport
Redaktion
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