Mo, 20. November 2017

Hengstenauftrieb

25.06.2017 00:30

Wer ist der Chef?

Zum 25. Mal machten die Hengste in Rauris die Rangordnung unter sich aus. 4500 Besucher schauten zu. Jetzt geht es endlich auf die Alm.

Es ist geballte Pferdekraft, die da im Rauriser Kolm Saigurn jedes Jahr aufeinander trifft. Heuer fand der Hengstauftrieb zum 25. Mal statt. "Es schaut teilweise brutal aus, aber die wissen, was sie tun. Es muss einen Leithengst geben, damit der Sommer friedlich verläuft", betont Johann Wieser vom Pferdezuchtverband.

Das Sagen - es sind zwei Gruppen auf verschiedenen Weidegebieten - haben heuer Vötter Vulkan XVII von Peter Bergmüller in Pfarrwerfen und Hadrian Schaunitz XVII von Siegfried Imlauer in Saalfelden. Beide Noriker natürlich Prachtexemplare, die für den Nachwuchs in Salzburg sorgen. "Es gibt bei uns im Land zirka 10.000 Pferde, 4500 bis 5000 davon sind Noriker", rechnet Wieser vor. So ein Deckhengst wiegt zwischen 660 und 860 Kilogramm, ist bis zu 12.000 Euro wert - kein Wunder dass der "Kampf" um den Rang jedes Jahr Tausende Besucher lockt. "Heuer waren es 4500. Eine Zahl, die genau passt, denn alles ist reibungslos verlaufen. Für uns war es ein perfektes Fest", freut sich Wieser mit den Leitern der Deckstationen. Und dass die Leithengste jeweils aus dem Pinzgau und Pongau kommen, kam auch gut an.

Nachdem die Kämpfe ausgetragen waren, ging es für die Tiere gleich auf die Alm. "Dort sind sie im Grunde fast Selbstversorger. Verwalter Andreas Koidl schaut aber täglich nach ihnen, zusätzlich zum Gras gibt es Heu und Salz", beschreibt Wieser die Sommerfrische der Hengste. Die endet Anfang September, je nachdem wie schnell der Schnee dem Sommer den Rang abläuft.

Melanie Hutter, Kronen Zeitung

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