Mo, 11. Dezember 2017

Anschlag verhindert

23.06.2017 21:51

Jetzt auch Terror in Mekka: Attentäter getötet

Saudi-arabische Sicherheitskräfte haben am Freitag einen Anschlag auf die heiligste Stätte des Islam offenbar in letzter Minute vereitelt. Wie der staatliche Fernsehsender Al-Ekhbariya berichtete, war ein Anschlag auf die Große Moschee in Mekka geplant, wo sich am Freitag Millionen Muslime aus aller Welt zum Ende des Fastenmonats Ramadan versammelt hatten. Ein Selbstmordattentäter sprengte sich in die Luft, fünf weitere Terrorverdächtige wurden festgenommen. Der Anschlag habe Gläubige der Moschee zum Ziel gehabt, berichtete der staatliche TV-Sender Al-Ekhbariya.

Die Sicherheitskräfte hatten zwei Terroristengruppen in Mekka ausfindig gemacht und eine dritte Gruppe in der Stadt Jeddah, berichtete der Sender Al Arabiya.

Laut den Angaben des saudischen Innenministers Mansour al-Turki hätten sich die Terroristen in Mekka in zwei alten Wohnvierteln in unmittelbarer Nähe zur Großen Moschee versteckt gehalten. Ein Selbstmordattentäter habe sich dann beim Zugriff der Polizei in einem Haus verschanzt und bewaffnete Gegenwehr geleistet.

Mehrere Verletzte durch Gebäudeeinsturz
Elf Menschen seien beim Einsturz eines dreistöckigen Gebäudes verletzt worden, in dem sich der Selbstmordattentäter verschanzt hatte und in die Luft sprengte, berichtete Al-Ekhbariya unter Berufung auf das Innenministerium. Fünf der Verletzten waren demnach Polizisten. Ingesamt seien bei dem Großeinsatz der Polizei fünf Terrorverdächtige, vier Männer und eine Frau, festgenommen worden, hieß es unter Berufung auf die Polizei.

Mittlerweile würden die Gläubigen in der Großen Moschee in Mekka aber ihre Gebete ungestört fortsetzen, berichtete der TV-Sender am Freitagabend weiter.

Die Pilgerfahrt oder Haddsch zum wichtigsten Heiligtum im Islam in Mekka zählt zu den Pflichten jedes Muslims. Allerdings gibt es Spannungen zwischen Sunniten, zu denen etwa 90 Prozent der 1,2 Milliarden Muslime weltweit zählen, und Schiiten. So hatten im Vorjahr etwa Hunderttausende iranische Pilger angesichts diplomatischer Querelen nicht nach Mekka reisen dürfen.

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Redaktion
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