Do, 14. Dezember 2017

Action-Kracher

28.06.2017 11:39

"Overdrive": Eastwood junior hat Benzin im Blut

Eastwood junior gibt Gummi! Im Action-Spektaktel "Overdrive" (Kinostart: 29. Juni) tritt Scott Eastwood, Sprössling von Hollywood-Legende Clint Eastwood, mächtig aufs Gaspedal und lässt als charmanter Autodieb die Herzen sowohl von PS-Liebhabern als auch von Frauen höherschlagen. Regie: Antonio Negret.

Das Brüderpaar Andrew (Eastwood) und Garrett Foster (Freddie Thorp) verdient seinen Lebensunterhalt mit dem Diebstahl seltener Autos. Die exklusivsten und hochpreisigsten Sammlerstücke der Welt sind nicht vor ihnen sicher, keine Hürde ist den beiden Draufgängern zu hoch.

Als sie bei einem Coup an der Cote d'Azur jedoch dem Mafiaboss Jacomo Morier (Simon Abkarian) in die Quere kommen, geht es für Andrew und Garret plötzlich um Leben und Tod. Die beiden müssen, um den fiesen Gangster zu besänftigen, aus der Autosammlung von Moriers Erzfeind Max Klemp (Clemens Schick) einen besonderen Wagen stehlen. Ansonsten droht nicht nur ihnen, sondern auch ihren Freundinnen Stephanie (Ana de Armas) und Devin (Gaia Weiss) der Foltertod.

Ein Wettlauf gegen die Zeit mit vielen Wendungen, Adrenalin und Motorengeheul beginnt...

Regisseur Antonio Negret bringt mit "Overdrive" eine Mischung aus "Fast and Furious"-Kulttrash und dem legendären "Nur noch 60 Sekunden" mit Nicolas Cage und Angelina Jolie in die Kinos. Wer seinen intellektuellen Anspruch an der Kinotür abgibt, erlebt dann auch recht unterhaltsame 90 Minuten mit waghalsigen Manövern, Verfolgungsjagden und irren Wendungen.

Schauspielerisch mag nur Scott Eastwood halbwegs zu überzeugen. Sein Filmbruder Garrett Foster, der wohl dazu auserkoren wurde, für spitzbübischen Charme und Witz zu sorgen, hat weder das eine noch das andere. Die gut aussehenden "Love interests", die bei so einem Film natürlich nicht fehlen dürfen, sind austauschbar und meilenweit von der Performance einer Angelina Jolie in oben genanntem Film entfernt. Es wirkt eher so, als wenn sich Ana de Armas und Gaia Weiss bei der Suche nach einer Nebenrolle für einen Teenie-Zombiefilm im Casting-Raum geirrt hätten.

Fazit: PS-starkes Action-Spektakel, das die Welt nicht braucht, aber eineinhalb Stunden durchaus solide Unterhaltung bietet.

Ingemar Pardatscher
Ingemar Pardatscher
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden