Mo, 18. Dezember 2017

Telfs wehrt sich:

23.06.2017 13:11

Zehn Polizei-Planstellen derzeit nicht besetzt

Etwas mehr als 20 Planstellen sind derzeit in der Polizeiinspektion Telfs besetzt, vorgesehen wären derzeit allerdings 30. Wegen des Personalnotstands müssen die diensthabenden Beamten etliche Überstunden machen. Das soll sich ändern: Der Telfer Gemeinderat hat bei der jüngsten Sitzung am Donnerstag eine parteiübergreifende Bürgerinitiative beschlossen. Die Marktgemeindebürger können nun eine Forderung nach mindestens 40 Polizisten unterschreiben. Bei der Opposition wurde in der Sitzung auch der Ruf nach einer Gemeindepolizei laut. "Zu teuer", meinte Bürgermeister Christian Härting.

Derzeit sind der PI Telfs 30 Beamtinnen und Beamte zugewiesen, wegen Karenz und Zuteilungen an andere Dienststellen sorgen derzeit aber nur etwas mehr als 20 Polizistinnen und Polizisten für Sicherheit und Ordnung. Das bedeutet pro Kopf 50 bis 60 Überstunden monatlich. "Die Arbeitsbedingungen für die diensthabenden Beamtinnen und Beamten müssen besser werden, zudem soll es künftig im Ort und auch außerhalb der Marktgemeinde wieder mehr Polizeipräsenz geben. Zwei Streifen an den Wochentagen und nur eine am Wochenende, das geht auf Kosten der Sicherheit. Der Personalstand muss so rasch als möglich auf 40 aufgestockt werden", forderte Bürgermeister Christian Härting (WfT). Der Telfer Gemeinderat teilte diese Ansicht und beschloss (ÖVP-Gemeindevorständin Angelika Mader enthielt sich der Stimme) die parteiübergreifende Bürgerinitiative. Mindestens 500 Unterschriften sollen nun gesammelt und dem nationalrat vorgelegt werden. "Damit können wir in Wien politisch Druck ausüben", so der Marktgemeindechef. Vor der Abstimmung wurde allerdings auch die Forderung der Opposition nach einer Gemeindepolizei laut, mit der die in Telfs diensthabenden Bundespolizeibeamten in einigen Bereichen, zum Beispiel bei Großveranstaltungen, unterstützt werden könnte. Sepp Köll (Telfs Neu) meinte auch, dass man sich mit Gemeindepolizisten auch die private Parkplatzüberwachung einsparen könnte. "Für Sicherheit zu sorgen ist Aufgabe des Bundes und nicht von Gemeinden. Rund 400.000 Euro jährlich würde uns eine Gemeindepolizei kosten", rechnete Härting vor, der damit dieses Thema vom Tisch fegte.

Gebi Schnöll

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