Mo, 11. Dezember 2017

Aufräumarbeiten

22.06.2017 17:26

Therapietrakt versinkt im Schlamm

Einen Tag, nachdem ein heftiges Unwetter übers Lavanttal gezogen war und der Weißenbach das Kurzentrum überschwemmt hatte - wir berichteten - begann schon wieder das Aufräumen. Das Erdgeschoß ist teilweise meterhoch in Wasser und Schutt versunken. Die Helfer liefern sich eine wahre Schlammschlacht.

Der Lärm von mobilen Stromaggregaten, brummenden Schlammpumpen und Helfern, die sich mit Gummistiefeln durch das völlig verwüstete Kurzentrum in Bad Weißenbach kämpften, um noch zu retten, was zu retten ist, prägten Donnerstag das Geschehen bei den Aufräumarbeiten. Kein Strom, kein Trinkwasser und tonnenweiße Geröll und Schlamm, der im Erdgeschoss teilweiße bis unter die Decke reicht…

Erst einen Tag nach dem Unwetter wurde das Ausmaß der Zerstörung sichtbar. "Der Therapietrakt ist hinüber. Wir haben erst vor drei Jahren renoviert, unser Haus galt als eines der schönsten und modernsten Kurzentren - und jetzt so etwas", kämpft Direktorin Brigitte Schmidt mit den Tränen. Eine Mitarbeiterin hatte großes Glück. "Als das Wasser im Therapietrakt eindrang, wurde sie regelrecht weggespült und verletzte sich an herumschwimmenden Gegenständen", sagt Schmidt.

Medizinische Geräte, Therapieräume, Innen- und Außenpoolanlagen, Ruhebereiche sind sicher für längere Zeit nicht benutzbar. Feuerwehr, Kelag, Wasserwerke, Straßenmeisterei, Mitarbeiter und dutzende Freiwillige waren auf den Beinen, um die Schäden zu beheben. Feuerwehrreferent Christian Stückler: "Danke allen für ihren dermaßen beherzten Einsatz."

Die 84 Gäste, die Mittwochabend akut hatten in Sicherheit gebracht werden müssen, konnten mittlerweile in andere Kuranstalten umquartiert werden. Indes waren "Wildbach"-Experten vor Ort. Sektionsleiter Josef Brunner: "Die Gefahr ist noch nicht gebannt."

C. Spitzer/G.Schager, Kärntner Krone

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