Fr, 24. November 2017

WLAN-Lautsprecher

22.07.2017 06:00

JBL Playlist: Eine ziemlich runde Sache

Mit dem "Playlist" hat der US-amerikanische Audiospezialist JBL seine Familie drahtloser Lautsprecher um ein Modell mit integriertem Chromecast erweitert. Eine ziemlich runde Sache, so das krone.at-Fazit.

Wie aus dem Ei gepellt schaut der JBL Playlist aus - schön, strahlend (insbesondere in der getesteten weißen Version) und vor allem schlicht. Viel zu entdecken gibt es denn an dem rund 1,1 Kilo schweren Sound-Ei rein äußerlich auch nicht: Die Front ist von einem textilen Gewebe überzogen, die Oberseite zieren eine wenige Bedientasten und an der Rückseite prangt - silbern, mit dem Firmenlogo versehen - eine Passivmembran, die man laut Handbuch tunlichst nicht berühren sollte.

Unmittelbar darunter befinden sich der Anschluss für das Netzkabel sowie ein analoger 3,5-Millimeter-Klinkeneingang. Einen USB-Port sucht man leider vergeblich. Und wo wir schon dabei sind, was der JBL Playlist nicht hat: NFC oder ein integrierter Akku, um den Lautsprecher auch mobil zu nutzen, fehlen ebenfalls. Letzteres irritiert insofern, weil der Playlist auf der JBL-Website offiziell unter "Tragbare Lautsprecher" gereiht wird.

Gedacht ist der Playlist aber ausschließlich für den stationären Gebrauch im Eigenheim. Dafür bringt er vor allem zwei spannende Funktionen mit, nämlich einen integrierten Chromecast, um Musik per Cast-Taste direkt aus Anwendungen heraus mit bis zu 24 bit/96 kHz zu streamen, sowie Unterstützung für Spotify Connect. Die persönlichen Playlists des schwedischen Streaming-Marktführers können sogar ganz ohne Smartphone aufgerufen werden - die Wiedergabe-Taste auf der Oberseite des Lautsprechers macht's möglich. Voraussetzung: Dieser wurde zuvor einmal per App mit Spotify verbunden.

Apropos App: Als Steuerzentrale für den Lautsprecher fungiert Googles Home-App. Über sie wird der JBL Playlist unter Android, iOS oder mittels Chrome-Browser auch unter Windows mit wenigen Klicks in das heimische (Dual-Band-)WLAN gehängt und taugt damit - ein oder mehrere Playlist-Exemplare vorausgesetzt - auch für den Multi-Room-Einsatz. Anschließend kann das Smartphone zum Telefonieren, Spielen und Co. verwendet werden, ohne dass dafür die Musikwiedergabe unterbrochen werden muss. Wer gerade kein WLAN zur Verfügung hat, kann den Playlist aber auch "direkt" via Bluetooth ansteuern. Der Speaker selbst unterstützt die aktuelle Version 4.2.

Die zentrale Frage aber ist: Wie klingt der JBL Playlist mit seinen zwei, jeweils 15 Watt starken 57-Millimeter-Tönern? Antwort: ziemlich typisch nach JBL, also hörbar bassbetont und etwas bauchig, aber gerade nur so stark, dass auch filigrane Töne in den Höhen noch klar und deutlich zur Geltung kommen. Ein wohlklingender Allrounder also und somit auch in Sachen Sound, wie sein Äußeres, eine ziemlich runde Sache. Das gilt auch für den Preis: der liegt bei derzeit günstigstenfalls rund 165 Euro.

Sebastian Räuchle
Redakteur
Sebastian Räuchle
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