Mo, 11. Dezember 2017

Müssen ins Weltall

22.06.2017 11:47

Physikgenie Hawking: "Erde wird zu klein für uns"

Beim Starmus Festival im norwegischen Trondheim hat Physikgenie Stephen Hawking neuerlich zur Eile gemahnt: Um der Apokalypse zu entgehen, müsse die Menschheit möglichst rasch ins Weltall auswandern. "Wir müssen in andere Welten gehen, denn die Erde wird zu klein für uns", erklärte der bekannt Astrophysiker bei der Veranstaltung.

Geht es nach Hawking, dann sollte man in den kommenden acht Jahren Menschen zum Mars schicken und innerhalb von 30 Jahren eine Mondbasis bauen. Allzu viel Zeit bleibe der Menschheit nicht mehr, denn unser Planet werde aufgrund des Klimawandels und angesichts der schwindenden Ressourcen schon bald unbewohnbar werden, so der Wissenschaftler. Er sei davon überzeugt, dass wir die Erde verlassen müssen - allerspätestens in 200 bis 500 Jahren, sagte Hawking.

"Besiedelung anderer Welten einzige Chance"
"Die Erde wird zu klein für uns, es geht allmählich der Platz aus. Die Besiedelung anderer Welten könnte mittelfristig die einzige Chance sein, uns vor uns selbst zu retten", begründete Hawkings beim Starmus Festival seine Forderung nach dem Schritt ins Weltall. Auf lange Sicht gesehen sei dieser Schritt ohne Alternative, betonte der Wissenschaftler in Norwegen. "Ich hoffe, die großen Nationen werden sich zusammentun, um diese Herausforderung für uns alle gemeinsam zu meistern", sagte Hawking.

Bliebe die Menschheit auf der Erde, würde sie zwangsläufig ausgelöscht werden - durch einen verheerenden Asteroiden-Einschlag oder schlussendlich durch das Ende unserer Sonne, die sich in rund 6,5 bis sieben Milliarden Jahren zu einem Roten Riesen aufblähen und den Blauen Planeten versengen oder verschlucken werde. Schon ein bis zwei Milliarden Jahren zuvor, wird die Leuchtkraft unseres Zentralgestirns so stark zunehmen, dass möglicherweise die Weltmeere verdampfen.

"Müssen dorthin, wo noch niemand gewesen ist"
"Wenn die Menschheit noch weitere Millionen Jahre überleben will, dann liegt ihre Zukunft einzig darin, dorthin zu gehen, wo bisher noch niemand gewesen ist", so Hawkings, der nicht zum ersten Mal die Auswanderung ins Weltall empfiehlt. Medienberichten zufolge nannte er im vergangenen Herbst bereits eine Haltbarkeitsdauer für den Blauen Planeten. Damals war allerdings noch von 1000 Jahren die Rede.

"Wir müssen mit Hochdruck unsere Raumfahrtprogramme vorantreiben. Ich denke, die Menschheit hat keine Zukunft, wenn wir nicht das Weltall erforschen", zitierte damals die britische Zeitung "Independent" Hawking, der sich immer wieder über unserer Zukunft, die er im Weltall sieht, aber auch darüber, welche Gefahren der Menschheit dort drohen, äußert.

Wilhelm Eder
Redakteur
Wilhelm Eder
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