Fr, 15. Dezember 2017

Streit verschärft

22.06.2017 08:42

Apple erweitert Klage gegen Chipkonzern Qualcomm

Apple verschärft den Ton in seinem Rechtsstreit mit dem Chipkonzern Qualcomm, dessen Technik in den meisten Smartphones steckt. In einer erweiterten Klage spricht der iPhone-Konzern von "wachsenden Beweisen" dafür, dass Qualcomm "ein illegales Geschäftsmodell" betreibe. Qualcomm wies den Vorwurf zurück.

Apple wirft Qualcomm unter anderem vor, bei seinen Patenten doppelt abzukassieren - für Technologien und auch für Chips, in denen sie steckten. Der iPhone-Konzern klagte Anfang des Jahres mit dem Vorwurf, Qualcomm verlange zu viel für seine Patente - und weil die Lizenzgebühren an den Gerätepreis gebunden seien, müsse Apple auch für eigene Innovationen zahlen, mit denen der Chipkonzern nichts zu tun habe.

Qualcomms Chefjurist Don Rosenberg konterte, diese Anschuldigung sei "einfach unwahr". Qualcomm sei "de facto der ausgelagerte Forschungs- und Entwicklungsarm der Industrie" und Apple stelle den Innovationsbeitrag des Unternehmens falsch dar.

Der Ausgang des Streits könnte Folgen dafür haben, wie der Preis für Patentlizenzen berechnet wird. Außerdem verfolgen Branchenanalysten mit Spannung, ob der Konflikt Auswirkungen für künftige Apple-Geräte haben könnte. Qualcomm ist ein wichtiger Zulieferer unter anderem von Kommunikationschips für iPhones, obwohl Apple einen Teil seiner Smartphones bereits mit Chips von Intel auslieferte. Qualcomm hebt gern hervor, dass seine Chips in den iPhones von Apple abgebremst worden seien, um sie an die Leistung der Geräte mit Intel-Halbleitern anzupassen.

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Redaktion
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