Di, 12. Dezember 2017

Hilfe per Flugzeug

20.06.2017 16:29

Steirisches "Hagel-Netz" hat noch immer Lücken

Mit der Hitze ziehen derzeit wieder viele heftige Gewitter über das Land. Damit beginnt auch jene Zeit, in der die Hagel-Flieger der drei steirischen Anbieter vermehrt im Einsatz sind. Immer mehr heimische Gemeinden setzen auf die Hagelabwehr aus der Luft - aber das Netz hat immer noch zahlreiche Lücken.

Studien belegen: Der Einsatz von Hagelabwehr kann Schäden um bis zu 80 Prozent verringern. "Die Hagelkörner sind kleiner und geringer in der Zahl", weiß Friedrich Wölfelmaier von der ZAMG. Und er warnt: "Durch die Klimaerwärmung dürften Gewitter häufiger und extremer werden."

Vor 10 Jahren haben sich die drei steirischen Hagelabwehranbieter (Hailair, Südflug und Steirische Hagelabwehr) mit Land Steiermark, TU Graz und ZAMG zu einer Plattform zusammengeschlossen und die Zusammenarbeit intensiviert: "Es gibt immer noch Luft nach oben, aber das System funktioniert gut", erzählt Helmut Kreuzwirth vom Katastrophenschutz des Landes Steiermark.

Ein Drittel der Gemeinden noch nicht an Bord
Waren 2012 erst 50 Prozent der Gemeinden südlich der Gleinalm - hier ist die Gefahr am größten - im "Hagel-Netz", sind es mittlerweile schon knapp 65. Ein positiver Trend, doch die vielen Lücken, machen auch Probleme: "Derzeit müssen wir oft warten, bis die Wetterfront über einer Gemeinde ist, die Hagelabwehr-Schutz hat. Dann ist es für uns oft schon zu spät", so Bettina Golob von Südflug.

Der Preis für den Schutz ist für Kommunen übrigens nicht unbezahlbar: "Für die meisten Umlandgemeinden ist der Betrag zwischen 1000 und 5000 Euro im Jahr", so Dietmar Hausegger von der Steirischen Hagelabwehr. Zudem sagt er: "Je dichter das Netz, desto kostengünstiger können wir fliegen."

Die Plattform hat noch einmal eine Studie über ihre Arbeit in den vergangenen Jahren in Auftrag gegeben. Golob: "Damit wollen wir dann auch die restlichen Gemeinden überzeugen."

Christoph Hartner, Kronen Zeitung

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