Sa, 25. November 2017

Anschlag vor Moschee

19.06.2017 19:07

Vierfacher Vater wollte „alle Muslime töten“

Die blutige Attacke vor einer Moschee in London wurde von einem 47-jährigen, vierfachen Vater aus Wales ausgeführt, das berichtet die "Daily Mail" am Montagabend. Darren Osborne soll am Sonntagabend mit einem gemieteten Lkw in eine Gruppe Muslime gerast sein. Ein Mensch wurde getötet, zehn weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Alle Opfer sind Muslime. Der Täter wurde von Zeugen festgehalten, der Imam der Moschee verhinderte, dass Osborne von aufgebrachten Anwesenden gelyncht wurde.

Der vierfache Vater aus Cardiff in South Wales hatte den weißen Lieferwagen bei einer Firma in in Pontyclun in der Nähe der walisischen Hauptstadt gemietet. In der Nacht auf Montag hatte er im Londoner Stadtteil Finsbury Park vor der Moschee offenbar ein Blutbad anrichten wollen. "Ich töte alle Muslime", soll er Augenzeugen zufolge geschrien haben. Osborne wurde noch vor Ort verhaftet.

Der Imam der Moschee hatte zuvor verhindert, dass der 47-Jährige von aufgebrachten Anwesenden gelyncht wurde. Den Behörden war er davor nicht aufgefallen. Osborne lebte in Cardiff, soll aber in Singapur geboren sein. Von seiner Lebensgefährtin hatte er sich Nachbarn zufolge vor etwa einem halben Jahr getrennt, seine Kinder stammten aus früheren Beziehungen. Bekannte beschrieben ihn als "liebevollen Vater, der seine Kinder oft von der Schule abholte".

Haus in Cardiff von Polizei durchsucht
Osbornes Haus in Cardiff wurde am Montag von der Polizei durchsucht. Gegen den 47-Jährigen wird mittlerweile wegen Terrorverdachts ermittelt. Ihm werde unter anderem zur Last gelegt, terroristische Handlungen vorbereitet zu haben, teilte die Polizei in London mit. Osborne war zuvor nach seiner Wahnsinnstat in ein Krankenhaus gebracht worden, wo er auch auf seinen Geisteszustand hin untersucht werden sollte. Die Chefin von Scotland Yard, Cressida Dick, geht von einem gezielten Anschlag auf Muslime aus.

Michaela Braune
Redakteurin
Michaela Braune
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