Mi, 13. Dezember 2017

Letzte Warnung

19.06.2017 22:22

Maurer zuckt bei Lappalien aus - beinahe in Haft

Eine Kleinigkeit genügt offenbar, um bei einem Tiroler (22) die Sicherungen durchbrennen zu lassen - vor allem wenn er Alkohol getrunken hat. Trotz Vorstrafen verletzte er zwei junge Männer, weil er bei einem Taxi das Nachsehen hatte. Der Maurer zeigte Reue und entging (ein letztes Mal?) einer Gefängnisstrafe.

Wer 24 Monate bedingte Haft als Damoklesschwert mitschleppt, sollte besser brav sein. Doch daran dachte der Angeklagte wohl nicht, als er nach sechs Bier und ein "paar Kurzen" von einem Lokal mit dem Taxi heimfahren wollte.

Zwei Kopfstöße

Doch am Parkplatz warteten schon zwei angeheiterte Mädchen, dessen Bekannter den 22-Jährigen bat, den jungen Frauen den Vortritt zu lassen. "Da gab er mir ohne Vorwarnung einen Kopfstoß - und als ich mich aufgerappelt hatte, gleich noch einen zweiten!", sagte ein Opfer als Zeuge. Resultat: Jochbeinbruch und Kreuzbrandriss, Krankenstand seit Ende April. Ein weiterer Nachtschwärmer erlitt durch Faustschläge des stattlichen Maurers Verletzungen an Nase und Stirn.

Schmerzensgeld im Gericht übergeben

Der 22-Jährige zeigte Reue, übergab den Opfern noch im Gerichtssaal 3000 bzw. 500 Euro. Richter Josef Geisler betonte aber: "Ich habe null Verständnis, dass Unbeteiligte wegen Ihrer Unbeherrschtheit zum Handkuss kommen." Er verhängte 3600 Euro Geldstrafe und neun Monate bedingte Haft und verabschiedete den Angeklagten mit den Worten: "Es war an der Kippe, ob ich Sie einsperren lasse."

Andreas Moser, Kronen Zeitung

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