Sa, 25. November 2017

Vor einigen Jahren:

19.06.2017 07:34

Kanzler Kohl wanderte mit „Krone“-Bergfex

Wer kennt die schönsten Wanderungen, die herrlichsten Almen und die besten Platzerln in Salzburg am Besten? Jeden Samstag gibt Herbert Gschwendtner seit vielen Jahren die beliebten Tipps "In die Berg." Ganz klar, dass auch Kanzler Helmut Kohl mit ihm gewandert ist. Unser Bergfex erinnert sich mit Wehmut.

Dabei waren Wilfried Haslauer I., später dann Franz Schausberger und Karl Gollegger. Ein Besuch auf der "Hackel-Hütte", die Herbert Gschwendtner und seine Grete zu einem Kult-Ausflugsziel machten (Sepp Forcher suchte in der Nähe immer seine Pilze) gehörte natürlich dazu. Hannelore Kohl war dabei. "Er hatte ein ungemein gutes Gefühl für die Natur und das Leben in und mit ihr", schildert der "Krone"-Bergfex, der uns eine Widmung des verstorbenen Bundeskanzlers zeigt: "Mit herzlichem Dank!"Keiner wusste, wann Kohl da war und es war gut so. Denn einmal kam es zu einem Zwischenfall: Bei einer Wanderung von Obertauern über die Seekarscharte legten sie ein Stück des Weges mit dem Lift zurück: Die Anlage blieb plötzlich stehen und streikte eine halbe Stunde lang. Der deutsche Regierungschef fühlte sich jedoch in der Begleitung des erfahrenen Bergexperten sicher. Dann ging es zu Fuß weiter über die Oberhütte am Oberhüttensee (wo die Murmeltiere aus nächster Nähe bestaunt werden konnten) bis nach Forstauwinkel. Eine anspruchsvolle Tour, welche der Kanzler der deutschen Einheit mühelos bewältigte.

Auch die Kapruner Stauseen, an deren Errichtung Gschwendtner-Freund Sepp Forcher als Arbeiter mitgebaut hatte, interessierten den Gast aus dem Nachbarland. Es gab noch eine Freundesrunde, zu der Landeshauptmann Franz Schausberger, die legendäre Haslauer-Sekretärin Brigitte Fuchs, Obermedizinalrat Karl Sungler aus St. Wolfgang sowie der spätere Vizebürgermeister und Strom-Manager Karl Gollegger gehörten. Intensiv befasste sich Kohl mit der Salzburger Geschichte, ein langer Besuch im Freilichtmuseum von Großgmain mit anschließendem Essen gehörte dazu. "Ein angenehmer Gast, bescheiden und ruhig", so charakterisiert Hauben-Koch Karl Obauer den deutschen Kanzler. Bei seinen drei Besuchen in Werfen legte er besonderen Wert auf die regionale Herkunft der Speisen und ließ sich alles genau erklären.

"Wir denken oft an ihn"
"Wir denken oft an ihn", erzählt Obauer. In St. Gilgen kramen viele in den Erinnerungen an den treuen Urlaubsgast: Wolfgang Trautner zeigt dem "Krone"-Fotografen Markus Tschepp Fotos von den offiziellen Anlässen in der Wolfgangseegemeinde, so den Festakt bei der Verleihung der Ehrenbürger-Urkunde. Und in vielen Stuben hängen handsignierte Fotos des Salzburg-Fans . . .

Hans Peter Hasenöhrl, Kronen Zeitung

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