Sa, 16. Dezember 2017

Strafen drohen

18.06.2017 13:10

Turteln tabu: Schweizer Schule verhängt Kussverbot

Für verliebte Teenager brechen im Schweizer Ort Stalden (Kanton Wallis) harte Zeiten an, denn die örtliche Schule hat ein Kussverbot verhängt! "Auf dem gesamten Schulareal wird nicht geknutscht!", heißt es in der neuen Hausordnung.

Die Schuldirektorin Christine Wenger rechtfertigte gegenüber der Schweizer "Sonntagszeitung" das Verbot: "Wir hatten mehrere Pärchen, die zwischen den Stundenwechseln und auf dem Pausenplatz ständig geknutscht haben", sagte Wenger. Bei einigen sei es nicht beim Schmusen geblieben. "Man muss schon fast von Fummeln reden. Das hat die Lehrer und Mitschüler gestört."

Strafaufgaben bei Missachtung
Mit der Anti-Kuss-Regelung wolle die Schule "ein Zeichen setzen". Bei einem Verstoß gegen das Verbot droht den Schülern sogar Strafaufgaben. Wenger: "Zum Beispiel eine Stunde nachsitzen oder das Abschreiben der Hausordnung."

Juristin: "Verbot rechtlich zulässig"
Nach Angaben der Schweizer Juristin Margrit Weber-Scherrer sei ein derartiges Verbot rechtlich möglich. "Es gehört zu den Aufgaben einer Schule, Jugendliche auf ihre Aufgaben als Mensch und Christ mittels sittlicher Erziehung vorzubereiten. Für das Schulareal als öffentlichen Raum dürfte ein Kussverbot nach lokaler Ansicht wohl auch im öffentlichen Interesse liegen", sagte die Juristin gegenüber der "Sonntagszeitung".

2009 sorgte Bussiverbot an Schule in Oberösterreich für Wirbel
In Österreich sorgte ein Bussiverbot an der oberösterreichischen Hauptschule Gunskirchen 2009 tagelang für heftigen medialen Wirbel. "Es ging uns nie um ein generelles Kussverbot, sondern um Extremfälle. Schülerinnen haben sich nicht nur vor der Schule begrüßt, sondern auch vor und nach jeder Klopause abgeküsst. Und das in einer Art und Weise, wie sie nicht in die Schule gehört. Es gab dann den Beschluss im Schulforum, dass die Eltern auf ihre Kinder einwirken sollen, damit dieses Verhalten aufhört", sagte Direktor Stefan Biermair damals.

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Redaktion
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