So, 17. Dezember 2017

Nun überführt

16.06.2017 11:30

Drogendealer als Schlepper

Erst Anfang Juni war ein ungarischer Dealer auf der Flucht vor der Polizei in Weiden am See gegen einen Baum gekracht. Fingerabdrücke an seinem demolierten Audi führten die Polizei nun zu einem Fall von Schlepperei vor fast zwei Jahren. Damals hatte derselbe Lenker 33 Illegale über die Grenze geschmuggelt.

Eine wilde Verfolgungsjagd hatte sich - wie berichtet - der Drogendealer Anfang Juni mit Polizeistreifen aus Ungarn und Österreich geliefert. Selbst Schüsse der Beamten hielten ihn nicht auf. Bei Weiden am See war dann Endstation, als der 41-Jährige mit seinem Audi gegen einen Baum krachte. Ein Projektil, das durch die Beifahrertür ging, hatte den Ungarn getroffen und am Bein verletzt. Für ihn klickten die Handschellen.

Ganze Arbeit leisteten die Beamten der Spurensicherung. Anhand ihrer Ergebnisse konnte der Dealer mit einem Schlepper-Fall vom August 2015 in Zusammenhang gebracht werden. Denn seine Fingerabdrücke waren nicht nur auf dem zu Schrott gefahrenen Audi, sie fanden sich auch auf einem weißen Kastenwagen, in dem vor fast zwei Jahren 33 Flüchtlinge illegal ins Land gebracht worden waren. Die 23 Männer und fünf Frauen mit je einem Kind wurden auf der B 16 bei Wulkaprodersdorf aufgegriffen. Der Täter hatte sie auf die Straße gesetzt. Dessen Kastenwagen der Marke Fiat Ducato entdeckte die Polizei später im Gewerbegebiet Siegendorf, da der Ungar flüchten musste. Jetzt muss er sich nicht nur wegen Drogenhandel, sondern auch wegen Schlepperei verantworten.

Karl Grammer & Christian Schulter, Kronen Zeitung

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