Naked Bike Riders

Gespaltene Meinungen um Nackt-Radfahrer in Wien

Am 19. Juni ist es wieder soweit: Über tausend gutgelaunte Radler erobern die Straßen der Stadt, machen Musik und gehen auf der Donauinsel baden. Nahezu bis komplett nackt. Unter dem Motto: "Bare as you dare!” - Zieh an soviel du magst!" - sind die "Naked Bike Riders" in Wien unterwegs. Die Meinungen zu der Aktion: Gespalten.

Der "Naked Bike Ride" findet jährlich statt, um auf Missstände für die Radfahrer im Straßenverkehr aufmerksam zu machen. Mit viel nackter Haut wird, um noch mehr Aufsehen zu erregen, in zahlreichen Ländern der Welt gegen die Verkehrspolitik der Regierung und für mehr sichere Radwege protestiert.

"Ich halte das für den falschen Weg. Exhibitionismus ist mein Ding nicht. Das schadet eher dem Anliegen.", zeigt ein User online kritisch gegen den "Naked Bike Ride".

Ein anderer Nutzer bestätigt diese Ansicht: "Z'wengts da Hetz würde ich mich ja jederzeit textilfrei auf's Rad schwingen, aber sicher nicht um auf die "Gefahren des Autoverkehrs" hinzuweisen. Die werden von Radfahrenden (oder jenen, die genau deshalb nicht Rad fahren) ohnehin um ca. das 10-Fache überschätzt. Den Autoverkehr möglichst gefährlich darzustellen, ist die beste Propaganda gegen das Radfahren, die es gibt."

Viele befürworten die Aktion, manche sehen sie auch mit Humor: "Als Opfer der Schwerkraft (wenn Frau halt in die Jahre kommt) werde ich wohl aufs nackt Fahren verzichten...." oder "Ich trau mich dort net hin, bin schüchtern. Und erschrecken will ich auch niemanden...", liest man etwa in den Kommentaren.

Weitere sprechen sich offen dagegen aus: "Traurig. Ich denke immer, die unterste Grenze wurde erreicht, aber jedes mal liege ich falsch." schreibt man etwa, genauso wie: "Warum muss man sich Nackerte jetzt auch noch im Straßenverkehr ansehen, wo sie eh überall in der Werbung zu finden sind?"

Wer mitfahren möchte: Treffpunkt ist um 16:30 Uhr am Schwarzenbergplatz. Im Anschluss geht es über den Ring, die Praterstraße und die Lasallestraße entlang bis zur Donauinsel. Hier wird dann anchließend an die Aktion eine große Afterparty zelebriert.

Julia Ichner
Redakteurin
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