Mo, 18. Dezember 2017

Tragödie am Irrsee

15.06.2017 12:21

Frau hörte Hilfeschreie: Tochter in OÖ ertrunken

Zu einer Tragödie ist es am Dienstag am Irrsee in Oberösterreich gekommen: Eine 35-Jährige war mit ihrer Mutter zum Schwimmen zum Südufer gekommen. Als die Tochter im Wasser war, hörte die 59-Jährige plötzlich Hilferufe. An die 100 Einsatzkräfte suchten nach der Frau, sie konnte aber nur noch tot geborgen werden.

Während die Mutter am sommerlich warmen Dienstagabend am Südufer des Irrsees blieb und dort ein Buch las, wollte die 35-jährige Theresa L. noch ein kurzes Stück schwimmen gehen. Doch plötzlich gegen 18.45 Uhr hörte die 59-Jährige die Hilfeschreie ihrer Tochter vom Wasser. Die Frau konnte die Schwimmerin nicht entdecken und schlug deshalb Alarm.

Eine große Suchaktion wurde gestartet, bei der Kräfte aus Salzburg und Oberösterreich Hand in Hand arbeiteten. Angefangen von den Wasserrettern aus der Umgebung, deren Tauchern und jener der Feuerwehr, mehreren Booten, die teils mit Sonargeräten ausgerüstet waren, der Polizei und das Rote Kreuz, gaben alle Einsatzkräfte ihr Bestes.

Suche mit Wärmebildkamera
"Während der Suche ist auch mehrere Stunden lang ein Hubschrauber über uns gekreist", erklärt Michael Pacher, Einsatzleiter der Flachgauer Wasserretter. Vom Helikopter aus wurde mit der Wärmebildkamera das Wasser abgesucht. Helfer mit Flossen, Maske und Schnorchel suchten den Uferbereich ab, bildeten eine Rettungskette.

Nach vier Stunden dann die traurige Gewissheit. Als die Dunkelheit bereits hereingebrochen war, konnte der leblose Körper im Schilfgürtel entdeckt werden. Die 35-Jährige, die als gute Schwimmerin galt, war tot.

Iris Wind und Johannes Nöbauer, Kronen Zeitung

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