Sa, 16. Dezember 2017

Schlaganfall droht

14.06.2017 13:00

Immer mehr Menschen leiden an Vorhofflimmern

Vorhofflimmern ist die häufigste aller Herzrhythmusstörungen. In den Ländern der westlichen Welt sind etwa 1,5 bis 3 Prozent der Menschen betroffen - Tendenz stark steigend. Die Zahl wird sich in den kommenden zwei Jahrzehnten verdoppeln, warnen Experten anlässlich eines Kongresses, der am Wochenende in Wien stattfinden wird.

Bei Vorhofflimmern kommt es zu ungeordneten elektrischen Impulsen, das Herz gerät aus dem Takt, was oft zu Blutgerinnsel und Schlaganfall führt. Es gibt wirkungsvolle Medikamente und Therapien für dieses Herzleiden, dafür muss die Krankheit aber bekannt sein! Es ist also wichtig, über die Symptome und Anzeichen von Vorhofflimmern informiert zu sein, um bei Auffälligkeiten umgehend einen Kardiologen aufzusuchen. Dazu zählen:

  • unregelmäßiger Herzschlag/Puls
  • Herzstolpern, Herzrasen
  • innere Unruhe, Angstgefühle
  • Schwindel, Schwitzen, Atemnot
  • Erschöpfung
  • Brustschmerzen

Fachleute forderten daher in Hinblick auf den internationalen Herzrhythmuskongress EHRA EUROPACE-CARDIOSTIM 2017 (18.-21. Juni in Wien) vermehrte Aufklärung und Screeningprogramme in Arztpraxen und Apotheken mit niederschwelligem Zugang. Denn es ist ganz einfach: "Wenn Sie über 65 Jahre alt sind, sollten Sie regelmäßig ihren Puls am Handgelenk fühlen und im Fall von Unregelmäßigkeiten Ihren Arzt kontaktieren!", rät Prof. Dr. Helmut Pürerfellner, Leiter des Departments Rhythmologie und Elektrophysiologie am Ordensklinikum Linz.

Karin Podolak, Kronen Zeitung

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