Sa, 16. Dezember 2017

Mann gestorben

13.06.2017 22:59

Verdacht auf Creutzfeldt-Jakob-Krankheit

Wenige Wochen nach den ersten Konzentrationsstörungen und rasch fortschreitender Demenz starb in einem Friesacher Pflegeheim ein erst 59-jähriger Mann. Todesursache könnte die äußerst seltene Creutzfeldt Jakob-Krankheit sein. Gehirnproben werden untersucht.

Als sich vor Jahren BSE, auch Rinderwahn genannt, in Europas Ställen ausbreitete, wurde auch die Creutzfeldt Jakob-Krankheit bekannt. Es handelt sich um eine sehr selten diagnostizierte Erkrankung des menschlichen Gehirns - lediglich etwa 20 Mal pro Jahr tritt sie in Österreich auf. Doch Creutzfeldt Jakob verläuft immer tödlich. Denn dabei wird, vereinfacht gesagt, das Gehirn zersetzt.

Derzeit besteht der Verdacht, ein Metnitztaler könnte an der äußerst seltenen Krankheit gestorben sein. Der 59-Jährige klagte zunächst über Konzentrationsstörungen. Sehr rasch zeigten sich Symptome wie bei Alzheimerpatienten, die Demenz schritt rasch voran. Der Familienvater musste im Heim betreut werden. Am Pfingstmontag starb er.

Derzeit werden in einem Wiener Speziallabor Proben seines Gehirns analysiert. Noch immer ist nicht alles um die Krankheit, gegen die es keine Therapie gibt, erforscht. Krankhaft veränderte Eiweißkörper können die Auslöser sein.

Solche Prionen kann der Mensch durch BSE-verseuchtes Fleisch aufnehmen. Auch der verstorbene Metnitztaler genoss immer wieder gern Beef Tatar. Selbst einige große Reisen führten ihn zu den besten Restaurants für echte Fleischliebhaber.

Solch eine durch BSE übertragene Creutzfeldt Jakob-Erkrankung wurde in Österreich bisher allerdings noch nie nachgewiesen.

Symbolbild

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