Do, 19. Oktober 2017

10 Jahre, 12 Trainer

13.06.2017 20:43

Bullen suchen nach einem „Sesselkleber“

Nach finalen Vertragsverhandlungen gestern in St-Étienne fehlt nur die offizielle Bestätigung. Klar ist: Salzburgs doppelter Double-Coach Oscar Garcia wechselt nach Frankreich. Der rot-weiß-rote Meister indes schaut sich um einen Nachfolger um. Eine Eigenschaft sollte der Neue unbedingt mitbringen: Kontinuität!

Mit Oscar Garcia hatte Serienmeister Salzburg versucht, einem Wandervogel das Verharren schmackhaft zu machen. Ging immerhin 18 Monate und 73 Spiele gut. Womit es der Katalane, der kurz vor der Präsentation als neuer Ligue 1-Coach bei St-Étienne steht, im internen Trainer-Ranking der Red Bull-Ära sogar auf Rang vier hinter Giovanni Trapattoni, Huub Stevens und Roger Schmidt (jeweils zwei Saisonen) schaffte.

Was aber auch zeigt: Die Salzburger sind ein "Trainerfriedhof". Seit dem "Dosen"-Einstieg 2005 wurden bereits zehn Coaches verbraucht. Im Schnitt bleibt der Boss an der Seitenoutlinie nur etwas mehr als eine Saison. Regulär den Vertrag erfüllt hat bis dato nur Trapattoni. Bei allen anderen - von A wie Adriaanse bis Z wie Zeidler, gab’s eine vorzeitige Trennung.

Letsch stünde für Kontinuität
Womit klar ist, dass Sportdirektor Christoph Freund als 13. Bullen-Trainer gerne einen erfolgreichen "Sesselkleber" installieren würde. FC Liefering-Coach Thomas Letsch, der im Dezember 2015 interimistisch zwei Spiele Bullen-Leithammel war, stünde für Kontinuität. Der 48-jährige Deutsche ist seit Sommer 2012 im Klub tätig.

Valentin Snobe, Kronen Zeitung

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