Fr, 15. Dezember 2017

Neues Video

13.06.2017 10:00

Tierschutzombudsstelle informiert Katzenfreunde

Bei der Haltung von Wohnungskatzen ist einiges zu beachten. Besonders die Gefahr eines Fenstersturzes wird meist unterschätzt. Ein neues Video der Tierschutzombudsstelle Wien zeigt allen Katzenfreunden, was für ihre Lieblinge besonders wichtig ist.

Katzen brauchen verschiedene Kletter-, Versteck- und Aussichtsplätze. Sie benötigen außerdem ein Kratzbrett oder einen Kratzbaum, um ihrem Kratzbedürfnis nachzukommen. Dazu eignet sich auch Selbstgebasteltes, zum Beispiel ein mit einem Stück Schlingen-Teppichboden überzogenes Holzbrett oder ein Baumstamm mit einer Mindesthöhe von einem Meter.

Katzengras ist Pflicht
Wichtig ist auch, alle giftigen Pflanzen aus der Wohnung zu entfernen und den Katzen Katzengras anzubieten - dazu besteht in Österreich sogar eine gesetzliche Verpflichtung! Das Katzenklo sollte möglichst groß und ohne Haube sein. Auch bevorzugen Katzen für ihr "dringendes Bedürfnis" ein ruhiges Plätzchen. Als Spielzeug eignen sich zum Beispiel Bälle, Papierbälle, leere Klorollen, ein Karton zum Hineinklettern und raschelndes Seidenpapier.

Fenster und Balkone müssen gesichert sein
Das Video weist auch auf die große Gefahrenquelle "Fenstersturz" hin: Nach einer inoffiziellen Umfrage der Wiener Tierschutzombudsstelle werden in den warmen Monaten bis zu 15 Katzen täglich in Wiener Kliniken und Veterinärpraxen wegen Verletzungen nach einem Fenstersturz gebracht. Diese Zahl ist alarmierend - lässt sie doch auf eine hohe "Dunkelziffer" schließen. Zusätzlich fatal: viele Tiere werden nach so einem Unfall gar nicht zu Tierärzten gebracht, weil sie keine äußeren Verletzungen aufweisen. Innere Blutungen sind für Tierhalter aber nicht ersichtlich und können sogar bis zum Tode führen!

Wer Fenster und Balkone nicht sichert, macht sich strafbar
Die gesetzliche Situation rund ums Thema Fenstersturz ist eindeutig: Katzenhalter sind verpflichtet, ihre Fenster und Balkone, zu denen die Katze Zugang hat und bei denen Absturzgefahr besteht, mit einem Gitter oder Netz zu sichern. Auch bei gekippten Fenstern ist darauf zu achten, dass die Katze nicht durchklettern und sich verletzen kann. Sowohl Fachhandel als auch eigens auf Absturzsicherungen spezialisierte Firmen bieten fertige Katzengitter/-netze beziehungsweise individuelle Lösungen.

Bis zu 7500 Euro Strafe
Katzenhalter, die ihre Fenster und Balkone nicht sichern, begehen Verwaltungsübertretungen und müssen mit Strafen bis zu 7500 Euro rechnen. Gleiches gilt, wenn Katzen durch nicht gesicherte Fenster und Balkone zu Schaden kommen.

 krone.at
Redaktion
krone.at
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