Urban Fishing:

Die Angler vom Wiener Donaukanal

Es gibt im Donaukanal etwa 25 Fischarten, die sich fröhlich zwischen Nussdorf und der Freudenau tümmeln. Und es gibt etwa 350 zugelassene Fischer. Einer von ihnen ist Milovanovic R. City4U hat den Angler vom Donaukanal getroffen.

Nahezu jeden Tag packt Milovanovic R. (58) seine Sachen, fährt mit seinem Fahrrad zum Donaukanal und verbringt unweit der U-Bahn-Station "Schwedenplatz" bei der Urania seine Freizeit. Stets mit im Gepäck: Seine Angelrute. Milovanovic ist einer von rund 300 Fischern mit Lizenz für den Wiener Donaukanal.

Vergeben wird die "Fischer-Karte" vom Verband der Österreichischen Arbeiter-Fischerei-Vereine (VÖAFV). Neben der jährlichen Mitgliedschaft gibt es eine einmalige Einschreibgebühr und die Donaukanal-Lizenz zu bezahlen. Angler hoffen auf Hechte, Zander, Brassen, Welse und sogar Forellen.

Seit etwa 15 Jahren angelt Milovanovic am Donaukanal. "Ich gehe hier auf Raubfische. Zander, Hecht oder Barsch. Meistens ist die Ausbeute jedoch nicht hoch." Schwimmen gehen würde er im Donaukanal nie, die Fische die er darin angelt isst er trotzdem. "Außer jene, die ich nicht brauche. Die werfe ich dann einfach wieder ins Wasser retour."

Laut Milovanovic angeln etwa 40 bis 50 Personen regelmäßig beim Gebiet rund um die Urania, fast jeder kennt hier jeden. "Meistens finden sich auch welche, die zusammen angeln gehen. So kann man sich während dem Fischen unterhalten und es macht noch etwas mehr Spaß."

Die schlechteste Zeit für den Fischfang im Donaukanal ist laut Milovanovic im Oktober und November. "Hier fängt man quasi nichts!"

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Julia Ichner
Redakteurin
Julia Ichner
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