Di, 12. Dezember 2017

Interessenskonflikt?

12.06.2017 15:18

Hotelaffäre: Korruptionsklage gegen Trump

Neue Affäre um Donald Trump - diesmal nicht in seiner Eigenschaft als US-Präsident, sondern als Hotelbesitzer: Er hat Staatsgäste und Lobbyisten in seinem Hotel in Washington, das laut Eigenwerbung "nur Minuten vom Weißen Haus" entfernt ist, untergebracht.

Die Einnahmen aus dem Trump International Hotel, Washingtons altem Postamt, sollten laut Trump auf Spendenkonten fließen. Darüber ist allerdings nichts bekannt. Kürzlich hatte eine Delegation saudischer Lobbyisten im Trump-Hotel eine Rechnung von 270.000 Dollar (rund 240.000 Euro) angehäuft. Kurz danach kaufte Saudi-Arabien US-Waffen um 350 Milliarden Dollar (rund 310 Milliarden Euro).

Korruptionsermittlung in seinen Steuerakten
Die Generalstaatsanwälte ("Justizminister") des Bundesstaates Maryland und der Hauptstadt Washington haben jetzt beim Obersten Bundesgericht eine Korruptionsklage eingebracht. Sie fordern eine Offenlegung der Steuerakte Trump. Die Behauptung Trumps, er habe seine Geschäftsführung ruhend gestellt, wird als Scheinkonstruktion in Zweifel gezogen.

Trump in seiner Eigenschaft als Unternehmer bekommt es auch mit einer zweiten Affäre zu tun: Die Kläger werfen ihm vor, sich nur unzureichend von seinen Geschäften im Ausland getrennt zu haben. Die Übergabe der Geschäfte an seinen Schwiegersohn wird ebenfalls als Scheinkonstruktion in Zweifel gezogen.

Das wäre ein schwerer Verstoß gegen Antikorruptionsbestimmungen. Ein Präsident darf kein Geld aus dem Ausland beziehen.

Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden