Mi, 13. Dezember 2017

Wunsch erfüllt

11.06.2017 11:04

Tiroler Bergsteiger nun für immer am Mount Everest

Einmal auf dem Mount Everest zu stehen war der sehnlichste Wunsch des im vergangenen Oktober im Zillertal tödlich verunglückten Tiroler Bergsteigers Christopher Mayer - und dieser ist nun tatsächlich in Erfüllung gegangen. Ein Foto sowie ein Teil der Asche des Verstorbenen liegen seit drei Wochen auf dem Gipfel des höchsten Bergs der Welt. Seine Eltern sind überwältigt, ihr Dank gebührt dem Expeditionsteam, das das ermöglicht hat.

Es waren anstrengende und vor allem kräfteraubende zwei Monate, die das Expeditionsteam rund um Lukas Furtenbacher (Reiseveranstalter Furtenbach Adventures), den Alpinisten Daniel Kopp und andere passionierte Extrembergsteiger wie Andy Holzer durchlebt hat. Und das alles nur, um einmal auf dem höchsten Berg der Welt stehen zu können.

"Sehnlichster Wunsch war, das Dach der Welt zu erklimmen"
Den gesamten steilen Weg zum Gipfel hinauf ging auch der verstorbene Zillertaler mit - wenn auch in einer etwas anderen Art und Weise. "Wir haben dem Team ein Foto von Christopher sowie einen Teil seiner Asche mitgegeben. Denn sein sehnlichster Wunsch war es, das Dach der Welt zu erklimmen", erzählen die Eltern Michaela und Peter.

Am 21. Mai erreichte sie dann in den frühen Morgenstunden die unglaubliche Nachricht: Die Alpinisten haben es tatsächlich auf den Gipfel des Mount Everest geschafft. Und sie haben das Foto sowie den Teil seiner Asche an den Gebetsfahnen, die dort hängen, befestigt. "Wir waren beide überglücklich, erleichtert und sehr stolz. Zu wissen, dass sich Christopher seither dort befindet, freut uns enorm und hilft uns bei der Trauerbewältigung. Wir sind unendlich dankbar", sagen die beiden.

"Er war ein Sonntagskind"
Für Gänsehaut sorgt dabei ein kleines Detail: Christopher wurde an einem Sonntag geboren und kam im Oktober 2016 an einem Sonntag unter die verhängnisvolle Lawine, die am knapp 3500 Meter hohen Olperer in den Zillertaler Alpen heruntergegangen war. Und auch die Ankunft am Gipfel des Mount Everest war an einem Sonntag. "Das passt zu Christopher, denn er hat stets jedes Ziel aus eigener Kraft erreicht. Er war einfach ein Sonntagskind", verraten Michaela und Peter.

Jasmin Steiner, Kronen Zeitung/krone.at

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