Di, 21. November 2017

Franz Lackner

10.06.2017 17:31

„Zum Papst? Herr Erzbischof, steigens ein“

Zum ganz besonderes erfreulichen Handkuss kam Christian Reiner, künftiger Geschäftsführer des Taxiunternehmens 81-11: Weil der Chauffeur von Erzbischof Franz Lackner erkrankte, sprang Reiner spontan ein und brachte ihn zusammen mit Weihbischof Hansjörg Hofer sicher zu dem wichtigen Termin im Vatikan.

Händeringend suchte die Erzdiözese nach einem Ersatzfahrer. Nachdem auch die Landesregierung am Pfingstmontag keinen freien Chauffeur hatte, wurde 81-11-Chef Peter Tutschku kontaktiert. Und der hatte, wie man es von ihm gewohnt ist, prompt eine Lösung parat: "Er kam direkt auf mich. Ich hatte keine Termine und freute mich auf die Fahrt mit dem Erzbischof", erzählt Christian Reiner.

Montagmittag ging die 950 Kilometer lange Fahrt mit Lackners Audi A6 nach Rom los. "Wir haben uns super unterhalten. Über meine Arbeit, meine Familie, dass ich seit 25 Jahren verheiratet bin, demnächst Großvater werde, und vieles mehr. Das Religiöse war aber nie Thema bei den Gesprächen", verrät der seit 1995 selbstständige Taxler, dass seine Fahrgäste neben den netten Pläuschchen auch viel gelesen haben.

Erinnerungsfoto vor dem Petersdom
Nach zehneinhalb Stunden und zwei kurzen Pausen dazwischen hatten sie das Ziel erreicht: Ein Priesterhaus nahe des Vatikans. Dort nächtigten die drei Gäste aus Salzburg. "15 Minuten sind wir dann am Dienstag zu Fuß zum Vatikan spaziert. Als Erinnerung haben wir ein Foto vor dem Petersdom geschossen", freut sich Reiner.

Während Erzbischof Franz Lackner und Weihbischof Hansjörg Hofer den wichtigen Termin - es ging unter anderem auch um die bevorstehende Bischofsweihe von Hofer am 9. Juli im Salzburger Dom - wahrnahmen, sah sich der zuverlässige Chauffeur im Postamt des Vatikans um. Beeindruckt war er speziell von der gigantischen Münzsammlung. "Ich wusste nicht, wann der Termin zu Ende ist. Also habe ich mich immer in nächster Nähe aufgehalten. Ich war schon einmal in Rom, es ist eine tolle Stadt", schwärmt der Taxifahrer über seinen außergewöhnlichen Ausflug.

Nach zweieinhalb Stunden waren Lackner und Hofer wieder zurück und traten auch schon wieder die Heimreise nach Salzburg an.

"Die angenehme, aber auch sehr anstrengende Fahrt nach Rom war ein einzigartiges Erlebnis. Ich hatte schon einige Promis, darunter Anna Netrebko, bei mir im Auto. Aber die Fahrt mit dem Erzbischof war für mich schon etwas sehr besonderes. Diese zwei Tage werden mit stets in Erinnerung bleiben."

Sandra Aigner, Kronen Zeitung

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