Mo, 18. Dezember 2017

Nach Tod von Baby

10.06.2017 11:11

Europäischer Haftbefehl gegen Alessias Vater

Knalleffekt im Fall der kleinen Alessia, die am 27. Oktober 2016 in Linz im Alter von nur drei Monaten an schweren Gehirnverletzungen starb: Ein neues Gutachten erhärtet den Verdacht gegen den Vater des Mädchens - er wird nun per europäischem Haftbefehl gesucht. Es besteht der Verdacht, dass sich der Mann nach Osteuropa abgesetzt hat.

"Das Gutachten kommt zum Schluss, dass die Hirnschäden sehr wahrscheinlich durch Schütteln verursacht wurden", weiß Philip Christl von der Staatsanwaltschaft Linz. Wie berichtet, war das drei Monate alte Mädchen am 4. Oktober 2016 von den Eltern - einer Rumänin (32) und einem pakistanischen Asylwerber (33) - in die Linzer Uniklinik gebracht worden. Doch die Ärzte konnten nicht mehr helfen: Das Baby starb an seinen schweren Kopfverletzungen.

Vater saß bis vor Kurzem in ungarischer Schubhaft
Bisher konnte noch nicht bewiesen werden, dass die Verletzungen das Resultat von Misshandlungen waren. Doch das aktuelle Gutachten bringt den Vater von Alessia ins Visier der Ermittler: Nicht nur sagte die Mutter des Babys aus, er habe es geschüttelt, er floh auch nach dem Tod des Kindes nach Ungarn, wo er bis vor Kurzem noch in Schubhaft gesessen war.

Laut neuesten Informationen wurde er aber kürzlich an der serbischen Grenze freigelassen und dürfte sich weiter nach Osteuropa abgesetzt haben. Er wird nun wegen Misshandlung mit Todesfolge per europäischem Haftbefehl gesucht.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung/krone.at

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