Mi, 13. Dezember 2017

Es war Mordversuch

08.06.2017 22:04

Nach Messerattacke: Türke muss 14 Jahre in Haft!

Für den 29-jährigen Unterländer stand am Donnerstag unglaublich viel auf dem Spiel. Denn die Innsbrucker Staatsanwaltschaft hatte nach einer Messerattacke des Türken Mordversuch angeklagt. Und die Geschworenen am Innsbrucker Landesgericht sahen es ebenso. Der Türke wurde zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt.

Am 6. Februar schleppt sich ein 29-jähriger Türke in die Polizeiinspektion in Jenbach. Er erzählt den Beamten, dass er gerade mit einem Messer attackiert worden sei, wenig später bricht er zusammen. Zwei Notoperationen, zuerst in Schwaz, dann in Innsbruck, retten dem Türken das Leben.

Eine halbe Stunde nach dem Vorfall ist der mutmaßliche Täter verhaftet. Cobra-Beamte können den 29-Jährigen widerstandslos im nahe gelegenen Industriegebiet verhaften. Obwohl der Verhaftete von Notwehr spricht, klagt die Innsbrucker Staatsanwaltschaft Mordversuch an, und so musste sich der 29-Jährige am Donnerstag am Innsbrucker Landesgericht den Geschworenen stellen.

Dabei blieb der junge Mann, der sich als liebevoller Familienvater und vorbildlicher Arbeiter bei diversen Firmen präsentierte, bei seiner Version. Es sei im Zuge eines Hauskaufs zu einem Streit und einer Auseinandersetzung gekommen - und bei dieser habe er sich gewehrt und dem Opfer die Verletzung zugefügt. "Ich habe wirklich Angst gehabt und bin weggelaufen", sagte er vor Gericht aus.

Dem gegenüber stand die Aussage des Opfers, der von einem Kopfstoß und dann von einer gezielten Messerattacke sprach.

Die Geschworenen hatten nun die schwierige Aufgabe zu entscheiden, welche Version eher der Wahrheit entsprach - entschieden nach mehrstündiger Beratung zu Ungunsten das Täters. Mit 6:2 Stimmen folgten sie der Anklage und entschieden auf Mordversuch. Der 29-jährige Türke wurde dafür zu einer Gefängnisstrafe von 14 Jahren und zu 5500 Euro Teilschmerzengeld verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Stefan Ruef, Kronen Zeitung

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