Mo, 11. Dezember 2017

Fünf allein in Wien

08.06.2017 20:10

Aufregung um alte Radarfallen an Zivilfahrzeugen

In Wien herrscht Aufregung um "Radar-Spürnasen" der Polizei - und das, obwohl diese Geräte schon seit mindestens fünf Jahren im Einsatz sind, sagt Polizeisprecher Paul Eidenberger. Ein Wiener hatte ein Foto eines solchen Radar-Messgeräts auf Twitter verbreitet. In der Hauptstadt werden derzeit fünf dieser mobilen Radargeräte verwendet, bestätigte die Polizei.

Die Radarwellen-Geräte sind vorne auf abgestellten Fahrzeugen der Zivilstreife montiert. Ein Teil ist innen verbaut, einen Teil sieht man außen über der Nummerntafel des Autos. Die Messgeräte sind so ausgelegt, dass beide Fahrtrichtungen erfasst werden können. Weiters können sie unterscheiden, ob es sich um einen Pkw oder Lkw handelt.

Die Funktionsweise ist relativ einfach: Die durch das Gerät ausgestrahlten Radarwellen werden von Objekten im Nahbereich reflektiert. "Wie bei Fledermäusen", sagte Eidenberger. Durch die reflektierten Wellen wird ein Bewegungsbild des Objekts erstellt und daraus die Geschwindigkeit errechnet. Außerdem wird ein Foto gemacht, das als Beweis für die ausgestellte Anonymverfügung gilt.

Neben den bekannten fixen Radarboxen und den mobilen "Laserpistolen" bietet die "Radar-Spürnase" eine weitere Möglichkeit zur Messung der Geschwindigkeit im Straßenverkehr. "Aber schon lange", betonte Eidenberger. "Und in fünf Jahren gibt es sicher schon wieder neue Methoden."

Pro Jahr hagelt es etwa 150.000 Anzeigen wegen Geschwindigkeitsübertretungen in Wien. Jede Polizeiinspektion verfügt laut Eidenberger über ein mobiles, handliches Lasermessgerät ("Laserpistole"), mit dem zumindest einmal täglich ein Geschwindigkeitsschwerpunkt im jeweiligen Rayon durchgeführt wird.

Die Verkehrsüberwachungsgruppe (Radargruppe) wurde übrigens im Jahr 1976 als eine Sparte der Verkehrsabteilung der Wiener Polizei ins Leben gerufen. Für diese Gruppe waren 20 Sicherheitswachebeamte vorgesehen, damals standen zwei mobile Radargeräte zur Verfügung.

 krone.at
Redaktion
krone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden