Mi, 13. Dezember 2017

Schmuggelpremiere

09.06.2017 05:59

Jetzt bestehen schon die Koffer selbst aus Kokain

Zollbeamte in Shanghai haben eine Frau verhaftet, die versucht hat, zwei Koffer nach China zu schmuggeln, die nicht Kokain beinhaltet haben, sondern fast zur Gänze selbst aus der Droge bestehen. Für die Behörden war die Entdeckung eine Premiere.

Die Frau war bereits im Februar - der Vorfall wurde aber erst jetzt bekannt gegeben - von einem südamerikanischen Land nach Shanghai geflogen, wie die BBC berichtete. Als ihre Koffer durchleuchtet wurden, fiel den Zollbeamten auf, dass der Scan dunkler war als normalerweise.

Als die Beamten die Frau baten, ihr Gepäck zu leeren, kam ihnen die Sache noch nicht besonders verdächtig vor, doch als sie die Koffer aufhoben, hielten sie sie für ungewöhnlich schwer. Also wurden die Gepäckstücke genauer unter die Lupe genommen - und es kam heraus, dass die Gehäuse aus mehr als zehn Kilogramm gehärtetem Kokain bestehen.

Drogenschmuggler versuchen immer neue Wege zu finden, Drogen unbemerkt durch Kontrollen zu schleusen. So wurden bereits ein Beingips aus Kokain hergestellt oder die Drogen in Wein aufgelöst - was erst im Mai ein chinesisches Paar versucht hatte. Kokain als Koffer zu tarnen, scheint neu - allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese Masche bereits seit Längerem abgezogen wird und bisher nur nicht aufgefallen ist.

Bei mehr als 50 Kilo Kokain droht die Todesstrafe
In China ist Kokain laut dem Bericht eine relativ seltene Droge, weshalb erwartet wird, dass die Frau einen hohen Preis für ihren Versuch, das Suchtgift ins Land zu schmuggeln, zahlen wird. Bringt jemand mehr als 50 Kilo Kokain in das Land, muss er sogar mit seiner Hinrichtung rechnen.

Heike Reinthaller-Rindler
Chefin vom Dienst
Heike Reinthaller-Rindler
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