Di, 12. Dezember 2017

Probleme nehmen zu

08.06.2017 09:44

Drohne kam ÖAMTC-Heli in Salzburg gefährlich nahe

Unweit des Salzburger Flughafens ist am Mittwoch eine Drohne einem Rettungshubschrauber des ÖAMTC gefährlich nahegekommen. Der Hubschrauber befand sich gegen 13.20 Uhr am Weg vom Landeskrankenhaus zum Flughafen, als der Pilot die Drohne bemerkte. Das Fluggerät war auf derselben Höhe und in gleicher Richtung wie der "Christophorus 6" unterwegs.

Nach Angaben des Piloten flog die Drohne etwa 120 Meter über Grund. Das Fluggerät hatte einen Durchmesser von geschätzten 1,5 Metern. Die Entfernung zur Drohne sei schwer abzuschätzen gewesen, er habe aber einen gleichbleibenden Abstand halten können, so der Pilot. Schließlich wurde die Drohne Richtung Süden gesteuert. Eine Fahndung nach dem Drohnenbesitzer verlief negativ.

Hausverstand einsetzen
"Die Probleme mit Drohnen nehmen zu", sagte Klaus Egger, Flugsicherheitsoffizier der Rettungshubschrauber-Flotte des ÖAMTC, am Donnerstag. "Besonders prekär sind Vorfälle, die an oder in der Nähe von Flughäfen passieren. Das sind absolute No-Go-Zonen." Zwar steige auch das Bewusstsein bei Drohnenpiloten, aber das Wissen, was erlaubt ist und was nicht, sei noch relativ wenig verbreitet. "Wer sich eine Drohne kauft, muss sich aktiv mit der Gesetzeslage beschäftigen - und seinen Hausverstand einsetzten. Wenn ein Hubschrauber auftaucht, muss ich mit meiner Drohne so schnell wie möglich aus dem Weg gehen."

Selbst ganz kleine Drohnen, die vom Gesetz her nicht registriert werden müssen, können für Hubschrauber sehr gefährlich werden. "Sie stellen weniger ein Risiko für das Triebwerk, sondern für die Scheibe dar. Auch kleine und leichte Vögel können bei einem Aufprall im richtigen Winkel eine Hubschrauberscheibe durchschlagen", warnte Egger. Beim ÖAMTC arbeitet man daher derzeit an Kursen, Informationspaketen und Versicherungen für Drohnenpiloten.

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