Fr, 15. Dezember 2017

Kind gab Notruf ab

08.06.2017 16:17

Sextäter wollte Mädchen (12) entführen - verhaftet

Ein zwölfjähriges Mädchen ist am Donnerstag im deutschen Bundesland Sachsen am Heimweg von der Schule von einem 36-jährigen Mann in einen Lieferwagen gezerrt und entführt worden. Weil die Schülerin aus dem Wagen einen Notruf absetzen konnte, wurde sie rasch gefunden und befreit. Der Mann wurde festgenommen, am Donnerstagnachmittag wurde schließlich gegen ihn ein Haftbefehl erlassen. Der 36-Jährige ist wegen Erwerbs und Besitzes kinderpornografischer Schriften vorbestraft.

Gegen 15.30 Uhr setzte das Mädchen per Handy einen Notruf ab. Sie sei in Leipzig entführt worden und befinde sich in einem Fahrzeug, erzählte die Zwölfjährige der Polizei. Ein Mann habe sie gepackt und in einen weißen Wagen, den sie detailliert beschreiben konnte, gezerrt. Es gelang ihr noch, ihren Namen und ihr Alter zu sagen, dann brach die Verbindung ab, wie die "Leipziger Volkszeitung" berichtete.

Nur drei Stunden nach Anruf befreit
Sofort wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das Mädchen zu finden. Und tatsächlich: Drei Stunden später konnten Polizisten die körperlich unversehrte Zwölfjährige befreien. Das Handy des Mädchens wurde nahe dem Cospudener See geortet. Gegen 18 Uhr machte die Polizei ein verdächtiges Fahrzeug - einen weißen Miettransporter - im Bereich der Autobahn A38 an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt ausfindig, eine halbe Stunde später erfolgte der Zugriff.

Der Fahrer des Ford Transit wurde festgenommen, das Mädchen wurde in ärztliche Betreuung übergeben. Das Mädchen und der Festgenommene stehen in keinem familiären Verhältnis zueinander, wohnen aber beide in Leipzig.

Festgenommener wegen Kinderpornografie vorbestraft
Am Donnerstagnachmittag teilte die Polizei schließlich mit, dass gegen den Verdächtigen ein Haftbefehl erlassen worden sei. Der Tatvorwurf lautet auf Freiheitsberaubung in Verbindung mit einem Sexualdelikt und Körperverletzung. Der 36-Jährige ist bereits wegen Erwerbs und Besitzes kinderpornografischer Schriften vorbestraft. Wohin der Beschuldigte mit der Zwölfjährigen wollte, ist laut Staatsanwaltschaft noch unklar.

Ein Polizeisprecher sagte, die Zwölfjährige habe sich "sehr clever" verhalten. Es sei gut gewesen, dass sie nicht erst versucht habe, ihre Eltern anzurufen, sondern direkt den Notruf wählte. Das kurze aufgezeichnete Gespräch habe immer wieder angehört werden können - was die Ortung und den Zugriff erleichtert habe.

Heike Reinthaller-Rindler
Chefin vom Dienst
Heike Reinthaller-Rindler
Michaela Braune
Redakteurin
Michaela Braune
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