Do, 23. November 2017

Mehr Sicherheit

07.06.2017 16:11

Nachtsperre für Linzer Parks

Weil geplante Präventionsmaßnahmen erst langfristig wirken, Anrainer und Besucher der Linzer Parkanlagen aber sofort Schutz vor Lärm, Drogendealern und Betrunkenen brauchen, wird nun überlegt, zumindest einmal den Hessenpark über Nacht zu schließen. Die Stadt Linz müsste dazu nur die Nutzungsregeln erlassen.

Wie mehrfach berichtet, ist die unerträgliche Situation in Parkanlagen mit den derzeitigen Mitteln kurzfristig nicht unter Kontrolle zu bringen. Anträge, die Gartenverordnung so zu ändern, dass Polizei und Ordnungsdienst die Öffentlichkeit störende Randgruppe verweisen dürfen, wurden bisher vehement abgelehnt.

Doch nun macht der dafür zuständige FP-Vizebürgermeister Detlef Wimmer selbst einen derartigen Vorschlag: "Die laufenden und geplanten Präventionsmaßnahmen wirken langfristig - sie sind eine wichtige strategische Maßnahme, helfen aber nicht akut. Deshalb brauchen wir zu engmaschigen Kontrollen der Polizei eine bessere Handhabe", meinte er am Mittwoch und schlug eine Nachtsperre des Hessenparks von 22 bis 6 Uhr vor: "Damit besteht gegen jeden eine Handhabe. Die Finanzierung kann über jene Geldmittel erfolgen, die für eine Adaptierung des Parks geplant sind." Diese Idee begrüßt auch VP-Klubobmann Martin Hajart: "Es sollte eine Sondersitzung des Sicherheitsausschusses geben, um die Maßnahmen zu präzisieren und beim Gemeinderat am 29. Juni einbringen zu können. Dann könnte es  ab 1. Juli eine Handhabe geben."

Der Linzer NEOS-Fraktionsobmann Lorenz Potocnik unterstützt zudem die Anregung, die Drogenszene in den anrainerlosen Park bei der GKK abzusiedeln. Da sind ja nur Patienten, um frische Luft zu schnappen.

Johann Haginger, Kronen-Zeitung

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