Fr, 15. Dezember 2017

Bis 2026

07.06.2017 12:30

Doskozil stockt Miliz auf: 40 neue Jägerkompanien

Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) stockt die Miliz auf. Nicht weniger als 40 neue Jägerkompanien sollen bis 2026 geschaffen werden, zwölf davon bis zum kommenden Jahr. Ein Investitionspaket für die Ausrüstung sieht insgesamt 77 Millionen Euro vor. Auch weitere Anreize stellte Doskozil in einer Pressekonferenz am Mittwoch in Aussicht und bezeichnete die Miliz als "wichtigen Eckpfeiler" des Bundesheers.

Die selbststrukturierte Miliz gliedert sich derzeit in zehn Jägerbataillone mit insgesamt 30 Jägerkompanien, ein Versorgungsbataillon und neun Pionierkompanien. Im Zuge der bereits seit Längerem angekündigten Neuausrichtung der Miliz sollen nun 40 Jägerkompanien dazukommen. Bis 2018 sollen es drei in Wien, drei in Niederösterreich, jeweils eine in der Steiermark, in Oberösterreich, in Salzburg und Tirol, sowie zwei in Kärnten werden.

Ausrüstung wird modernisiert
Auch die Ausrüstung soll im Zuge der Heeresaufwertung laut Doskozil aufgrund der "veränderten Sicherheitslage" schrittweise modernisiert werden. Das Sonderinvestitionspaket sieht bis 2019 insgesamt 29 Millionen Euro vor, ab 2020 werden weitere 48 Millionen Euro zugeschossen. Der Milizbeauftragte des Ministeriums, Erwin Hameseder, bezeichnete dies als "gute Basis", erstmals stehe den Verbänden ein derartiges Budget zur Verfügung.

Ein weiterer Schritt zur Attraktivierung der Miliz solle die Anrechnung von militärischen Ausbildungen für die berufliche Zukunft sein, wie der Minister ankündigte. Standardisierungen und Zertifizierungen sollen dabei einen "Mehrwert für den Arbeitsplatz generieren". Neben militärischer Führungsausbildung betrifft dies etwa noch diverse Führerscheine, Sanitäterausbildung und Sonderausbildungen wie Tauchkurse oder jene zum Heeresbergführer.

"Milizgütesiegel" für Bundesheer-Bekenner
Im Zuge der Neuausrichtung der Miliz wurde auch ein "Milizgütesiegel" ins Leben gerufen. Dieses soll eine sichtbare Auszeichnung für Unternehmen und Arbeitgeber sein, die sich zum Österreichischen Bundesheer und zum Milizsystem bekennen. Deren Träger können ab 2018 für den "Miliz-Award" nominiert werden, den eine Jury aus militärischen und zivilen Vertretern vergibt.

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