Do, 14. Dezember 2017

Skurriles Schreiben

06.06.2017 19:26

D: Amt wollte Deutsch-Nachweis von Mühlviertlerin

Skurriler Behördenpatzer in Deutschland: Eine gebürtige Oberösterreicherin, die seit Jahren in Deutschland lebt, ist von der Stadt Bochum aufgefordert worden, einen Nachweis über einen Deutschkurs zu bringen. Die Stadt räumte den Irrtum bereits ein und entschuldigte sich.

Die 45-jährige Doris Wimmer aus Rohrbach ist 1996 nach Deutschland gezogen, seit 2005 lebt sie in Bochum. "Seit ich dort wohne, muss ich alle drei Jahre zur Ausländerbehörde", schilderte sie der "BezirksRundschau". Diesmal sollte sie aber neben anderen Unterlagen noch einen Nachweis über einen Deutschkurs vorlegen.

"Ich bin stinksauer"
"Ich bin stinksauer!", ließ die Mühlviertlerin daraufhin auf Facebook ihrem Frust freien Lauf. "Also, ich wohne jetzt schon seit 1996 in Deutschland (Österreicherin) und muss alle 3 Jahre meine Aufenthaltsgenehmigung verlängern, obwohl mein Sohn 2005 in Bochum geboren ist! Aber jetzt kommt der Hammer: Ich soll eine schriftliche Bestätigung mitbringen,dass ich einen Deutschkurs belegt hab! Wie mach ich das bloß?!"

Auf Anfrage der "BezirksRundschau" räumte die Stadt Bochum ein, dass ihr wohl ein Fehler unterlaufen sei. Grundsätzlich würden die im Schreiben an die Oberösterreicherin genannten Anforderungen nur für Personen aus dem nicht-deutschen Sprachraum gelten. "Die Dame muss natürlich keinen Deutschkurs vorweisen", betonte eine Sprecherin.

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