Sa, 16. Dezember 2017

App, Gentests

07.06.2017 06:00

So wird in Zukunft das Herz geschützt

Vorhofflimmern ist die häufigste Ursache für Schlaganfall! Screening und Monitoring könnte die Früherkennung vereinfachen und Kosten sparen. Neue Antikörper senken die Cholesterinwerte deutlich und dauerhaft. Genetische Untersuchungen tragen dazu bei, die Therapie gezielt abzustimmen.

Werden Blutgerinnsel, die sich bei Vorhofflimmern im Herzen bilden, ausgeschwemmt, können sie die Gefäße im Gehirn verstopfen. Ein Großteil der Vorhofflimmer-Attacken, eine Form von Herzrhythmusstörung, wird von den Betroffenen nicht bemerkt oder nur mit unspezifischen Symptomen wie Müdigkeit, Leistungsabfall oder Schlafstörungen. Screening-Programme würden Leben retten. "Zielführend wäre es, dieses Risiko frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig vorbeugende Maßnahmen einzuleiten. Zwar sind die diversen Smartphone-Apps für das in einem Expertenpapier empfohlene Langzeit-Monitoring meist noch zu wenig ausgereift, allerdings dürften schon in naher Zukunft kleine, aufklebbare Ereignisrekorder dafür zur Verfügung stehen", so Prim. Univ.-Doz. Dr. Franz Xaver Roithinger auf der Jahrestagung der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft.

Gentests werden immer wichtiger für die Risikoabschätzung und Therapien bei Menschen mit familiärem Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen. Viele Herzrhythmusstörungen lassen sich genetisch bereits im Kindesalter feststellen, die Krankheit tritt aber oft erst Jahre oder Jahrzehnte später auf. Therapien könnten so auf den jeweiligen Gen-Typ abgestimmt werden.

Neue Humane Antikörper senken dauerhaft das LDL-Cholesterin und stoppen laut aktueller Studien nicht nur das Fortschreiten der Gefäßverkalkung, sondern helfen auch dabei, Verengungen wieder abzubauen.

Eva Rohrer, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden