Di, 12. Dezember 2017

Kajak-Unfall in OÖ

06.06.2017 16:50

Mutter: "Mein Sohn hat Unglaubliches geleistet"

"Der Lorenz hat Unglaubliches geleistet, er ist über sich hinausgewachsen", schwärmt Rita Luger aus Pattigham im oberösterreichischen Bezirk Ried im Innkreis über ihren Sohn, der seinem Vater auf der Steyr das Leben gerettet hat. Der 47-Jährige war mit dem Kajak gekentert, kopfüber unter Wasser gedrückt worden und konnte sich selbst nicht mehr helfen.

Vater und Sohn hatten am Sonntag eine Kajak-Fahrt am Oberlauf der Steyr unternommen. Sie waren beim Stomboding-Wasserfall in Hinterstoder gestartet, nach rund sechs Kilometern kenterte Markus G. bei einer Stromschnelle in Kniewas bei Klaus. "Mein Mann wollte sich mit einer Eskimorolle über Wasser hieven, er ist aber an einem Stein angestanden, seine Kräfte haben nachgelassen und er hat Wasser geschluckt", sagt Luger.

"Ein Wahnsinn, welche Kräfte er aufbrachte"
Lorenz, der hinter dem 47-Jährigen paddelte, erkannte die Lebensgefahr, in der sich der Vater befand - der Schüler versuchte sofort, ihn umzudrehen. "Ein Wahnsinn, welche Kräfte er aufgebracht hat, immerhin war das Boot zur Hälfte mit Wasser gefüllt. Er hat meinen Mann vom Stein weg ans Ufer gebracht", erzählt die Mutter. Der 13-Jährige leistete dem Vater - der kurze Zeit nicht ansprechbar war - Erste Hilfe. Dann klettere er über eine Böschung zur Stodertaler Landesstraße und bat einen Autolenker, die Rettung zu rufen.

Vater konnte Spital bereits wieder verlassen
"Der Lorenz hatte kein Handy, das lag noch im Kajak, das bei der Rettungsaktion fortgeschwemmt worden ist", so Rita Luger. Sie selbst habe stromabwärts am Ufer auf die beiden gewartet: "Plötzlich ist das leere Boot vorbeigeschwommen - das war entsetzlich." Luger fuhr am Ufer stromaufwärts und sah Rettungskräfte, die sich um ihren verletzten Mann kümmerten: "Der Markus war zum Glück schon wieder ansprechbar." Am Dienstag konnte Markus G. das Spital bereits verlassen.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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