Fr, 15. Dezember 2017

"Guter Start"

06.06.2017 14:21

Alitalia: 32 Interessenserklärungen eingereicht

Sechs Wochen nach der Insolvenz der italienischen Fluggesellschaft Alitalia wurden circa 32 unverbindliche Interessenserklärungen für die Airline eingereicht. Diese werden jetzt von den drei Sonderverwaltern der Airline überprüft, wie italienische Medien berichteten.

Indiskretionen zufolge sind Schwergewichte wie die chinesische Airline Hainan und Air China, sowie auch Turkish Airlines und British Airways im Rennen um die Alitalia. Kein Angebot sei von der deutschen AUA-Mutter Lufthansa eingetroffen. Ryanair gab ebenfalls eine unverbindliche Interessenserklärung ab, sei aber nicht an einer Komplettübernahme interessiert, sondern wolle für die Italiener lediglich die Langstreckenflüge betreiben, so ein Sprecher. Verbindliche Angebote müssen bis Oktober eingereicht werden.

Sowohl einzelne Gesellschaften als auch Unternehmensbündnisse können Angebote für die insolvente Alitalia einreichen, heißt es im Dossier. Die italienische Regierung wehrt sich gegen eine Filetierung der Fluggesellschaft. Der Käufer müsse die Alitalia retten und ihr neue Zukunftsperspektiven geben können, verlangte Industrieminister Carlo Calenda. 

Rettungsplan in Arbeit
Die Alitalia-Sonderverwalter wollen bis Juli einen Rettungsplan für die Fluggesellschaft vorlegen. Damit sollen die Ausgaben stark reduziert werden. 1358 Mitarbeiter wurden bereits auf Lohnausgleichskasse gestellt. Damit sollen die Personalkosten reduziert werden. Alitalia beschäftigt derzeit 12.500 Personen. 

Alitalia, die 2016 Verluste von 500 Millionen Euro angehäuft hatte, meldete heuer im ersten Quartal Verluste in Höhe von 200 Millionen Euro. Dem Unternehmen droht das Aus, nachdem sich die Mitarbeiter gegen einen Rettungsplan ausgesprochen haben, der unter anderem Einschnitte bei Stellen und Gehältern vorsah.

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