Mo, 18. Dezember 2017

Tragödie

06.06.2017 06:06

Mutter (36) starb bei Unfall mit Sohn im Auto

Ein Kind hat seine geliebte Mama für immer verloren: Bei einem Frontal-Crash in Alkoven ist am Pfingstmontag eine Mutter (36) aus Wilhering gestorben. Ihr achtjähriger Sohn saß am Beifahrersitz - er wurde schwer verletzt. Dem Unfall-Lenker war der Fuß eingeschlafen, er hatte daraufhin die Kontrolle über sein Auto verloren.

Die Tragödie nahm in einer Tempo-80-Zone auf der Eferdinger Straße (B 129) bei Alkoven ihren Lauf. Ein 48-Jähriger aus Pucking war dort gegen 10.10 Uhr mit seinem Auto auf die Gegenfahrbahn geraten, zur selben Zeit kam die 36-Jährige mit ihrem Chevrolet entgegen.
Die Folgen waren schrecklich: Beide Pkw kollidierten frontal und wurden meterweit von der Unfallstelle weggeschleudert.
Die Rettungskräfte versuchten nach ihrem Eintreffen sofort, die junge Frau zu reanimieren. "Es war ein sehr schwieriger Einsatz - die Platzverhältnisse im Wrack waren äußerst beengt. Wir haben aber alles versucht, was irgendwie möglich war", sagt Markus Baumgartner, Notfallsanitäter des Arbeiter Samariterbundes Alkoven.
15 Minuten lang wurde erfolglos probiert, die im Auto eingeklemmte Frau wiederzubeleben. Und nach ihrer Bergung durch die Feuerwehr - siehe Interview - gingen die Reanimationsmaßnahmen noch etwa 10 Minuten lang weiter. "Wir haben dann aber aufhören müssen, weil leider alle Bemühungen nichts mehr gebracht haben", sagt Baumgartner. Der schwer verletzte Achtjährige war zu dem Zeitpunkt längst aus dem Fahrzeug geborgen worden.

Schwerer Schock
Nachkommende Autolenker hatten sich um den Buben gekümmert und ihn den Rettungskräften übergeben. Er wurde mit Frakturen ins Kepler Klinikum Linz eingeliefert, schwebt zum Glück nicht in Lebensgefahr. Auch der Lenker des zweiten Pkw wurde verletzt, er erlitt einen schweren Schock und wurde ins UKH Linz gebracht.
Der Unfall passierte auf gerader Strecke und bei besten Fahrverhältnissen. Alkohol spielte dabei offenbar keine Rolle. Auch überhöhte Geschwindigkeit dürfte nicht der Fall gewesen sein.
Die junge Mutter soll vom Vater des Achtjährigen getrennt gelebt haben. Sie befand sich offenbar gerade auf dem Rückweg von der Großmutter in die Ortschaft Edramsberg bei Wilhering, wo Mutter und Sohn lebten.

Lenkerin war im Auto eingeklemmt
Markus Unter von der Feuerwehr Alkoven leitete den schwierigen Einsatz, bei dem die junge Mutter ums Leben gekommen ist.

Wie sah die Unfallsituation beim Eintreffen der Feuerwehr aus?
Es waren zwei Autos zusammengestoßen. Als wir ankamen, war das Kind bereits versorgt und wurde dann ins Krankenhaus gebracht.

Für die Autolenkerin sah es nicht sehr gut aus.
Die Lenkerin war eingeklemmt, die Beine steckten fest und waren schwerst verletzt. Wir haben sie mit Spreizer und Rettungszylinder aus dem Wrack befreit und dann dem Arzt übergeben.
Leider konnte auch der Arzt die schwerst verletzte Mutter trotz Reanimation nicht mehr retten.

Was blieb für die Feuerwehr noch zu tun?
Wir mussten natürlich noch die schwerst beschädigten Unfallfahrzeuge bergen. Im zweiten Wagen war zum Glück niemand eingeklemmt.

Wie lange dauerte der Einsatz in Alkoven?
Der Unfalleinsatz hat gut zwei Stunden gedauert. So lang war auch die Eferdinger Straße total gesperrt. Die Feuerwehr Polsing hat uns bei dem Einsatz unterstützt.

Jasmin Gaderer und Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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