Mo, 11. Dezember 2017

Blutiges Wochenende

05.06.2017 15:48

Ellmau: Lenker gab erst nach drittem Unfall auf

Alle Hände voll zu tun hatten über das verlängerte Pfingst-Wochenende die Einsatzkräfte im ganzen Land. Bei unzähligen Unfällen gab es viele Verletzte, aber Gott sei Dank keine Todesopfer (Stand Pfingst-Montag, 16 Uhr). Bei einem selbstverschuldeten Unfall in Ellmau kam ein Lenker (26) aus dem Bezirk Kitzbühel mit seinem Wagen von der Straße ab und "fällte" einen Baum. Er fuhr weiter und verursachte noch zwei weitere Unfälle, ehe das Auto seinen Dienst versagte. Der Mann wurde dabei schwer verletzt.

Der Lenker (26) war am Sonntag gegen 20.50 Uhr am Kaiserweg Richtung Süden unterwegs. Aus bisher noch unbekannter Ursache kam von der Fahrbahn ab und rammte den Baum einer Allee. Dieser wurde durch die Wucht des Aufpralls entwurzelt. Trotzdem setzte der Mann seine Fahrt fort. Beim Kaiserband in Ellmau rammte er dann ein dort abgestelltes Auto. Nachdem sich der Wagen des Unfalllenkers einmal um die eigene Achse drehte, fuhr er weiter. Wenig später durchstieß er noch eine Absperrung, stürzte in einen zwei Meter tiefen Graben und schlitterte 100 Meter in ein Feld. Dann war Endstation. Der junge Mann erlitt schwerste Verletzungen und wurde in die Klinik nach Innsbruck geflogen. Die genauen Hintergründe der Unfallfahrt sind derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen.

Wie eine Rakete abgehoben

Auch im Zillertal hat sich am Sonntag gegen 19 Uhr ein schwerer Unfall ereignet. Ein 24-jähriger Lenker aus dem Tal war auf der Zillertaler Dörferstraße von Aschau nach Zellbergeben unterwegs. In einer leichten Linkskurve kam er von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Mauervorsprung. Dadurch wurde der Wagen ausgehoben, flog 20 Meter durch die Luft und kam auf den Räder stehend zum Stillstand. Der Lenker und sein 20-jähriger Beifahrer wurden erheblich verletzt. Ein durchgeführter Alkoholtest verlief positiv.

Mit 178 km/h geblitzt

Betrunken war auch jener Lenker (48) aus dem Unterland, der am Sonntag gegen 20 Uhr auf der A 12 bei Kirchbichl von einer Streife der Autobahnpolizei Wiesing aus dem Verkehr gezogen wurde. Der Mann war trotz IGL-Luft-100ers mit 178 km/h unterwegs. Zudem stellte sich heraus, dass er keinen Führerschein besaß. Und zu guter Letzt ergab ein Alkoholtest auch noch 1,26 Promille.

Zu einem Unfall wegen eines abbiegenden Traktors kam es Sonntag um 17.45 Uhr in Dölsach. Ein einheimischer Motorradlenker (59) wollte anhalten, kam dabei aber zu Sturz und prallte gegen einen Pkw. Der 59-Jährige wurde beim Unfall erheblich verletzt.

Ein Unfall mit Fahrerflucht hat sich am Samstag in Brennbichl bei Karrösten ereignet. Weil ein Autolenker die Kurve schnitt, kam eine Mopedlenkerin (17) zu Sturz und verletzte sich leicht. Der Lenker des hellgrauen bzw. hallblauen Kombis mit Imster Kennzeichen fuhr einfach weiter.

Wagen "ausgeliehen"

Alkohol war bei einem Unfall in der Nacht auf Samstag in Karres in Spiel. Passanten entdeckten Samstag Vormittag auf der Bundesstraße einen beschädigten Pkw zwischen Bäumen und Sträuchern. Wie Recherchen der Polizei ergaben, hat sich ein DeutscherMARKUS GASSLER(23) den Wagen seines Arbeitskollegen in Mötz ohne zu Fragen "ausgeliehen" und eine Spritztour unternommen. Dabei baute er in Karres einen Unfall. Als die Polizei den 23-Jährigen am Samstag Nachmittag ausfindig machen konnten, war er immer noch leicht betrunken. Und Führerschein hat er auch keinen gültigen.

Wegen Spurrinnen kam am Montag um 10 Uhr ein deutscher Motorradlenker (47) auf der Bundesstraße in Radfeld zu Sturz und rutschte gegen die Mittelleitschiene. Er brach sich dabei Oberschenkel und Becken.

Markus Gassler, Kronen Zeitung

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