Mi, 13. Dezember 2017

Horror in London

04.06.2017 15:16

So will Theresa May den Terror bekämpfen

Als Antwort auf den jüngsten Terroranschlag in London sagt die britische Premierministerin Theresa May den Islamisten den Kampf an. Großbritannien habe zwar große Fortschritte in der Terrorbekämpfung gemacht, erklärte sie nach einer Sitzung ihres Krisenkabinetts am Sonntag - aber es sei höchste Zeit zu sagen: "Jetzt reicht's." Die Regierungschefin präsentierte zugleich einen Vier-Punkte-Plan für den Kampf gegen den Terror.

So sieht der britische Anti-Terror-Plan im Detail aus:

  • Erstens müsse die Strömung islamistischer Ideologie besiegt werden, die die jüngsten Anschläge in Großbritannien eine, sagte May mit Bezug auf die Attacken in Manchester und London. Die "bösartige Ideologie des islamischen Extremismus" predige Hass, säe Zwist und fördere das Sektierertum. Die Ideologie behaupte, dass westliche Werte wie Frieden und Demokratie nicht mit dem Islam vereinbar seien. "Dies (der islamische Extremismus) ist als Ideologie eine Perversion des Islam und eine Perversion der Wahrheit", betonte die Politikerin.

  • Zweitens dürfe das Internet Extremisten keinen Rückzugsort bieten. Vielmehr müsse der virtuelle Raum besser überwacht und reguliert werden, um die Kommunikationswege von Terroristen zu stören. Dazu brauche es internationale Vereinbarungen, so die Regierungschefin.
  • Drittens müssten den Terroristen "sichere Räume" in der realen Welt genommen werden. Das bedeute ein militärisches Eingreifen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien und im Irak, aber auch in Großbritannien selbst würde eine neue Gangart benötigt. "Es gibt zu viel Toleranz für Extremismus in unserem Land", so May. "Wir müssen viel stärker daran arbeiten, ihn aus dem öffentlichen Dienst und der Gesellschaft zu vertreiben." Mit "öffentlicher Dienst" meint May vermutlich etwa das Schulwesen.
  • Viertens müsse die Anti-Terror-Strategie Großbritanniens überarbeitet werden, damit die Polizei und Sicherheitskräfte alle nötigen Mittel gegen Extremisten in der Hand hätten. Dazu gehörten etwa längere Haftstrafen für Terrorverdächtige.
  •  krone.at
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